Von Simon Hage
Momentan ist Open BC die klare Nummer eins der Business-Portale in Deutschland. Doch nun drängt die US-Konkurrenz auf den Markt. Gegenüber manager-magazin.de erklärt LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke, warum sein Unternehmen erst später an die Börse gehen soll – und zu welchem Preis er Open BC kaufen würde.
mm.de: Herr Guericke, Sie sind zehn Jahre älter als Lars Hinrichs, der Gründer von Open BC. Im Gegensatz zu Ihnen hat er es jedoch bereits geschafft, sein Unternehmen an die Börse zu bringen. Sind Sie neidisch?
Konstantin Guericke hat im Jahr 2003 das Business-Portal LinkedIn mitbegründet. Heute fungiert er als Marketingdirektor des Unternehmens mit Sitz im Silicon Valley. Der 39-Jährige ist zudem für die internationale Expansion des Unternehmens verantwortlich. Sein Studium der Ingenieurswissenschaften schloss Guericke an der Elite-Universität Stanford mit der Note 1,0 ab. Der gebürtige Hamburger lebt in Kalifornien, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Mein Ziel ist es, eine neue und große Internetfirma aufzubauen. Momentan wäre ein Börsengang verfrüht, weil man sich dann zu kurzfristig am Aktienmarkt orientieren müsste.
mm.de: Durch den Börsengang kann sich Open BC mit frischem Kapital die Kriegskasse auffüllen. Ist das nicht ein großer Wettbewerbsvorteil Ihnen gegenüber?
Guericke: Netzwerke im Internet sind schon immer organisch gewachsen. Das gilt nicht nur für Business-Portale, sondern für alle sozialen Netzwerke - ob Sie sich nun MySpace, Facebook oder LinkedIn anschauen. 97 Prozent unserer Mitglieder sind zu LinkedIn gekommen, weil ein existierendes Mitglied sie geworben hat.
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