Montag, 30. Mai 2016

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Investieren Die zwölf wichtigsten Städte der Zukunft

Wohnimmobilien: Top 12 - wo sich die Anlage lohnen kann
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Corbis

Investoren weltweit reißen sich derzeit um Wohnimmobilien. Und das hat die Preise in den bekannten Standorten in die Höhe getrieben. Wo also hin mit dem Geld, so deren Frage? Eine Studie nennt die zwölf wichtigsten Städte der Zukunft.

Hamburg - Für Immobilienmakler dürfte New York derzeit ein El Dorado sein; ein Preisrekord folgt dem nächsten und lässt deren Einnahmen sprudeln. Das gleiche gilt für London. Doch was geschieht in jenen Städten, die nicht so im Schlaglicht der Öffentlichkeit stehen? In den second-tier-cities, wie die Branche sie nennt? Einiges, ergibt eine Studie des Immobilienhauses Savills, dem Maklerunternehmen Candy & Candy und dem Finanzinstitut Deutsche Asset & Wealth Management. Und das hat vor allem mit dem Preis zu tun.

Denn in jenen zwölf Städten sind Wohnimmobilien noch erschwinglich. Bislang haben sich die Investoren vor allem auf die Premium-Standorte konzentriert, also auf London, New York oder auch Moskau. Je mehr Geld aber auf der Suche nach Anlagezielen ist, umso mehr beginnt sich diese kaufkräftige Klientel auch auf anderen Märkten umzusehen. Und nicht nur die; auch Normalsterbliche wollen Wohneigentum kaufen. In den bekannten Städten ist das zum Teil nur noch mit viel Kreativität möglich. Beispiel London: Dort wurde jüngst eine Garage für 550.000 Pfund verkauft, gut 670.000 Euro - um darin zu wohnen.

Trotz der Risiken also Lagos statt London?

"Die Frage ist, ob man bereit ist, das Risiko zu akzeptieren welches ich in Nigeria eingehe", sagt Thomas Beyerle von IVG Immobilien. "Denn die Risiken sind weniger 'Mieterausfallrisiken' oder 'Objektrisiken' - sondern Länderrisiken - Boko Haram, Korruption, Währungsvolatilität und so weiter." Und mahnt: "Diese Storys bilden sich immer im letzten Drittel des Marktzyklushöhepunkts: Exotik, M+A und viel Geld welches einen Anlagehafen sucht." Trotzdem zieht der Zug weiter.

"Unser Klientel sucht zunehmend Orte abseits der ausgetretenen Pfade, um ihr Immobilienportfolio auf breitere Füße zu stellen", sagt Dario Schiraldi, Head of Deutsche Asset & Wealth Management's Global Client Group. Weiteren Aufwind verschafft diesen Städten noch der grundsätzliche Trend - "die Fundamentaldaten für Immobilien verbessern sich gemeinsam mit dem weltwirtschaftlichen Ausblick."

Wie viel Potential die zwölf Städte der Zukunft haben, so nennt sie Savills, verdeutlicht die Studie. Demnach stecken 39 Prozent der Immobilienbestände der Superreichen in nur drei Ländern - Deutschland, Japan und die USA. Oder anders gerechnet - in fünf Städte bündeln sich 40 Prozent der Immobilienportfolien der Superreichen. In absoluten Zahlen sind das 2,2 Billionen Dollar, also rund 1,6 Billionen Euro. Alles in Hong Kong, London, Moskau, Singapur und New York.

Viel Luft also für Anlagealternativen, sehen Sie selbst die zwölf wichtigsten Städte der Zukunft.

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