Donnerstag, 24. August 2017

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Die unbekannte Seite der Samwer-Brüder Wie die Samwers im Berliner Wohnungskampf mitmischen

Oliver und Marc Samwer (links und rechts neben Konstantin Sixt): Die Samwer-Brüder investieren nicht nur in Start-ups, sondern auch in Wohnimmobilien in Neukölln
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Oliver und Marc Samwer (links und rechts neben Konstantin Sixt): Die Samwer-Brüder investieren nicht nur in Start-ups, sondern auch in Wohnimmobilien in Neukölln

Im Internet-Business läuft es gerade nicht wirklich gut für Oliver Samwer. Die Profitabilität lässt bei vielen Geschäften der Internetschmiede weiter auf sich warten. Die Aktie ist nach diversen Abstürzen nur noch etwa ein Drittel so viel wert wie zu ihren Höchstzeiten. Und auch das Verhältnis zu Großinvestor Kinnevik hat ziemlich gelitten.

Für sich selbst haben die Samwers dagegen längst ein Geschäftsmodell gefunden, das sich richtig lohnt: Immobilien. Und angesichts der lukrativen Aussichten wagen sich die Brüder hier mittlerweile sogar auf politisch heikles Terrain - den umkämpften Berliner Wohnimmobilienmarkt. Dort, wo die Interessen von Investoren und von Gentrifizierung betroffenen Mietern derzeit hohe Wellen schlagen.

Dass die Brüder neben ihren über das Internet buchbaren Lieferdiensten, Umzugsunternehmen und Putzdiensten privat auch in Gewerbe-Immobilien investieren, ist bereits an die Öffentlichkeit gelangt. Für Aufsehen sorgte im Oktober vergangenen Jahres der Kauf des Berliner Ullstein-Hauses. Das 80.000 Quadratmeter große Baudenkmal in Tempelhof ist Teil eines womöglich milliardenschweren Portfolios von Gewerbeimmobilien, dessen verschachteltes Firmen-Geflecht Samwer-Biograf Joel Kaczmarek jüngst auf digitalcompact.de nachzeichnete.

Das durch wiederholte Umbenennungen, Umschichtungen und Neugründungen schwer durchschaubare Konstrukt hat für das Trio einen erheblichen Vorteil: Unerkannt und über Mittelsmänner können sie glaubhafter mit Niedrig-Offerten um die Immobilien mitbieten.

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