Freitag, 22. Februar 2019

US-Immobilienpreise Flaute im Rust Belt, Silicon Valley hebt ab

Kalifornien gehörte zu den Zentren der Immobilienkrise. Wenige Jahre nach dem Zusammbruch heben die Preise dort schon wieder ab. Die günstigsten und teuersten Städte Amerikas im Überblick.

Ödnis in Detroit: Rund um die Konzernzentrale des weltgrößten Autoherstellers GM kosten Häuser nicht mehr als ein Mittelklassewagen
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Ödnis in Detroit: Rund um die Konzernzentrale des weltgrößten Autoherstellers GM kosten Häuser nicht mehr als ein Mittelklassewagen
Von den 35 führenden Metropolen der USA ist Detroit noch immer die billigste zum Wohnen. Immerhin sind die Immobilienpreise im Mai auf einen mittleren Häuserwert von 110.100 Dollar gestiegen, 17,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Hauptstadt der Autoindustrie scheint sich nach der größten kommunalen Pleite der Geschichte wieder zu berappeln, Geschichten von industriellem Wiederaufstieg und neuer urbaner Szene gibt es genug.

Doch die Zahlen der Online-Immobilienbörse Zillow, die den meistbeachteten Immobilienindex Case-Shiller meist ziemlich exakt mit einem Monat Vorlauf voraussagen, beziehen sich auf die gesamte Metropolregion. Relativ wohlhabende Vorstädte bessern das Bild auf, während Häuser innerhalb der Stadtgrenzen Detroits nur 40.300 Dollar wert sind, 57 Prozent weniger als 1996. Auch die mittlere Wohnungsmiete von 747 Dollar ist landesweit ein Schnäppchen.

Insgesamt wird der Mittlere Westen seinem Ruf als Rust Belt gerecht. Unter den billigsten Städten finden sich Hochburgen der Stahlindustrie wie Cleveland (118.500 Dollar) oder Pittsburgh ( 120.000 Dollar). Auch St. Louis (131.100 Dollar), Cincinnati (132.300 Dollar), Indianapolis (133.000 Dollar), Kansas City ( 141.100 Dollar) oder Columbus ( 142.700 Dollar) kennen das große Wirtschaftsdrama Amerikas der vergangenen Jahre mit dem spektakulären Entstehen und Platzen einer Spekulationsblase nur vom Hörensagen. Während die Immobilienpreise landesweit laut Case-Shiller-Index auf Jahressicht um 10 Prozent steigen, fallen sie in St. Louis und Kansas City sogar.

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