Sonntag, 19. August 2018

Pimp my house Wie man sein Haus für den Verkauf aufmotzt 

Wie richte ich mein Haus her, um es teuer verkaufen zu können? Deutsche Makler haben da einige Ratschläge auf Lager - doch das ist kein Vergleich zu den Tricks ihrer amerikanischen Kollegen. Die fünf besten Tipps.

Zu verkaufen: In den USA gibt es weit mehr Immobilieneigentümer als in Deutschland. US-Makler hauen beim Verkauf auch stärker auf den Putz

Hamburg - Wer sein Haus verkaufen will, wird sich gemeinhin an die üblichen Regeln des menschlichen Miteinander halten. Im Bademantel die Haustür zu öffnen ist demnach keine gute Idee. Denn ein gepflegter Auftritt lässt auch auf ein gepflegtes Haus schließen. Inzwischen lebt eine ganze Industrie davon.

"Homestaging" nennt es sich, wenn Farbe oder Bilder beim potentiellen Hauskäufer ein wohliges Gefühl auslösen sollen. Weg also mit der angestaubten Eichen-Garnitur und dem "Röhrenden Hirschen" an der Wand, ein moderner Kunstdruck statt dessen; auch wenn sich dadurch an der Bausubstanz nichts geändert hat.

Unternehmen, die sich auf diese Art der Wertsteigerung spezialisiert haben, versprechen einen um bis zu 15 Prozent höheren Kaufpreis von ihrer Arbeit. Im Angebot sind auch Seminare, die Hausverkäufern die Kunst der dezenten Verschönerung hahebringen.

Wer seine Immobilie verkaufen will, sollte einige dieser Dinge beachten. Und auch Käufer sollten diese Kniffe zumindest kennen. Und sie werden längst nicht mehr nur in Amerika oder England durchgeführt, wo es ganze Fernsehserien darüber gibt. Auch hierzulande wird auf die Präsentation geachtet.

Liebhaberstücke durch Mainstream ersetzen

Makler zum Beispiel helfen dabei, ein Haus wohnlicher erscheinen zu lassen. Sie geben vorab Tipps, erklärt Carolin Hegenbarth vom Immobilienverband Deutschland (IVD). "Zum Beispiel das Haus aufzuräumen, für einen guten Duft zu sorgen, den Toilettensitz herunterzuklappen." Der persönliche Eindruck vom aktuellen Eigentümer soll so zurückgedrängt werden, der potentielle Neueigentümer seine Phantasie entfalten können. "Die Liebhaberstücke sollten daher lieber Mainstream-Stücken Platz machen."

Die Mühe soll sich tatsächlich auszahlen, werben Unternehmen wie Home Staging aus Hamburg, und sich in einem um bis zu 15 Prozent höheren Verkaufspreis niederschlagen.

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