Donnerstag, 26. Mai 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Vonovia-Offerte abgelehnt Deutsche Wohnen will sich nicht schlucken lassen

"Finanziell unattraktiv". Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen als Nummer zwei am Immobilienmarkt lehnen ein feindliches Übernahmeangebot offiziell ab

Das Bundeskartellamt hatte erst vor wenigen Tagen keine Einwände gegen die feindliche Übernahme geltende gemacht. Der Wohnungsriese schien damit seinem Ziel, die Deutsche Wohnen zu schlucken, einen großen Schritt näher gekommen zu sein. Doch die deutsche Nummer zwei auf dem Markt will weiter nichts davon wissen.

Die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen hat sich offiziell gegen eine Übernahme durch die größere Rivalin ausgesprochen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat des Unternehmens empfahlen am Montag den Aktionären, das Angebot von Vonovia nicht anzunehmen.

So ist ihrer Ansicht nach etwa die Höhe der Offerte finanziell unattraktiv, die erwarteten Synergieeffekte seien bestenfalls zu einem Viertel realisierbar und daher eine unabhängige Deutsche Wohnen erfolgsversprechender. Beide Organe empfehlen den Aktionären der Deutsche Wohnen daher, das Angebot nicht anzunehmen.

Vonovia bietet für je elf Deutsche-Wohnen-Aktien 83,14 Euro in bar und sieben Vonovia-Papiere. Inklusive Schulden ist der Deal 14 Milliarden Euro schwer - es wäre der größte, den es je auf dem deutschen Immobilienmarkt gegeben hat.

rei/reuters/dpa

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH