Freitag, 20. April 2018

Immobilien Deutschland im Metropolenfieber

4. Teil: Hamburg - Der Neubau stockt, die Preise steigen

6000 neue Wohnungen pro Jahr hat Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) versprochen, um die rasanten Preissteigerungen zu bremsen. Passiert ist bislang zu wenig. Immerhin 3800 waren es im vergangenen Jahr. Doch die Wohnkosten steigen weiter rasant. Neugebaute Eigentumswohnungen haben sich in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt um 40 Prozent verteuert, zeigt eine LBS-Studie.

Für den Blick auf Alster oder Elbe greifen Anwohner tief in die Tasche. Mit Quadratmeterpreisen von bis zu 8000 Euro für eine Eigentumswohnung spielt Hamburg in der ersten Liga. Auch die Mietpreise in Harvestehude brauchen sich mit 16 Euro nicht vor München zu verstecken. Besonders in den Szenevierteln St. Pauli und St. Georg konnten Vermieter kräftige Aufschläge durchsetzen.

Auch hier will Bürgermeister Scholz gegensteuern. Ab September dürfen die Mieten nur noch um maximal 15 statt 20 Prozent innerhalb von drei Jahren erhöht werden. Weil Neuvermietungen ausgenommen sind, haben Investoren wenig zu befürchten. Der Leerstand ist im Vergleich der 16 Bundesländer in Hamburg mit 1,4 Prozent am geringsten.

Mieten, Kaufpreise, Wertentwicklung: Alle Details zum Hamburger Immobilienmarkt finden Sie in der interaktiven Karte

Hamburg
Top-5-Lagen Mietsteigerung
Viertel PLZ Veränderung 2009-2012, in Prozent
St. Pauli 20359 31,1
St. Georg 20099 25,8
St. Pauli 20357 25,4
Rothenburgsort / Veddel 20539 22,8
Eimsbüttel 20253 21,6
Top-5-Lagen Preissteigerung
Viertel PLZ Veränderung 2009-2012, in Prozent
Moorburg / Altenwerder 21079 146,6
Harburg 21073 79,3
Hoheluft-Ost 20251 52,8
Borgfelde 20535 55,4
Steinwerder / Kleiner Grasbrook 20457 44,5
Quelle: CBRE

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