Donnerstag, 29. September 2016

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Die zehn tollsten Wolkenkratzer der Welt Zaha Hadids weiche Riesen

Emporis Skyscraper Award: Die tollsten Wolkenkratzer des Jahres
Fotos
Jan Martin

Ausgerechnet China: Erstmalig hat ein chinesischer Wolkenkratzer den Architekturpreis Emporis Skyscraper Award gewonnen, der in diesem Jahr zum 15. Mal verliehen wurde. Das Wangjing SOHO in Peking wurde von der Jury aus mehr als 300 Wolkenkratzern ausgewählt, die über 100 Meter hoch sind und im vorigen Kalenderjahr fertig gestellt wurden.

Das Wangjing SOHO besteht aus gleich drei Hochhäusern mit jeweils 118, 127 und 200 Metern Höhe. Es überzeugte die Jury insbesondere durch seine herausragende Energieeffizienz sowie das markante Design. "Die weichen und fließenden Formen machen das von Zaha Hadid Architects entworfene Großprojekt zu einem Glanzstück der Pekinger Skyline", urteilt die Jury.

Auf dem zweiten Platz: Bosco Verticale ("Vertikaler Wald"), das sich an grüner Architektur versucht - "einen Meilenstein im Bereich nachhaltiges Bauen", so Emporis. Die Fassade und die Balkons der zwei von Boeri Studio entworfenen Türme sind mit über 700 Bäumen und 90 verschiedenen Pflanzenarten bewachsen. Diese verringern die Belastungen durch Smog und Lärm, während sie gleichzeitig Sauerstoff produzieren und die Temperatur im Inneren der 105 und 78 Meter hohen Türme regulieren.

Auf Platz drei: Die Tour D2 im französischen Courbevoie. Das Gebäude hat ein externes Stahltragwerk, das den ovalen 171-Meter-Turm in voller Höhe umspannt und es glitzern lässt. Auf dem Dach schließt sich das Stahlnetz über dem begrünten "Cloud Garden" zu einer imposanten Kuppel.

Überraschenderweise hat kein kanadisches Gebäude es ins Ranking geschafft, obwohl in Toronto wie wild neue Hochhäuser gebaut werden. Aus den USA finden sich dagegen nach zwei Jahren der Abstinenz gleich zwei New Yorker Gebäude in den Top Ten. Die Höhe ist dabei nicht entscheidend: Unter den zehn tollsten Wolkenkratzern sind nur drei "Supertalls", die es auf mehr als 300 Meter bringen. "Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen deutlich, dass Kriterien wie Nachhaltigkeit, Effizienz und ein kluges Design eine wesentlich wichtigere Rolle spielen als die Errichtung immer neuer Superlative", so Daniel Schuldt, Geschäftsführer der Emporis GmbH.

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Mit Material von www.emporis.de

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