Dienstag, 28. Juni 2016

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Ausländische Investoren Wer bei Deutschlands Immobilien zugreift

Turmbauer Dagobert: Investoren aus Übersee greifen gern in Deutschland zu

Ausländische Investoren greifen immer öfter bei deutschen Immobilien zu. Mehr als die Hälfte des Geldes, das im ersten Quartal 2014 investiert wurde, stammt aus dem Ausland. Und das dürfte so weiter gehen.

Hamburg - Über 9,9 Milliarden Euro flossen allein im ersten Quartal diesen Jahres in deutsche Gewerbeimmobilien, also in Büros in Frankfurt, Hotels in Hamburg oder Lagerhallen in Hannover. Auf internationale Investoren entfielen mehr als 5,2 Milliarden Euro, rechnet das Immobilienunternehmen CBRE vor.

Mehr als 53 Prozent des Kapitals stammt also aus dem Ausland - im ersten Quartal 2013 waren es noch 30 Prozent. Mit dabei ist auch der norwegische Staatsfonds.

Überraschend ist das nicht. Immerhin hat die deutsche Volkswirtschaft eine erhebliche Strahlkraft. Und trotz der gestiegenen Preise ist die Bundesrepublik von Londoner Verhältnissen weit entfernt.

Damit belegt die CBRE-Erhebung zum einen die Prognose von Experten wie Ernst & Young. Die hatten bereits Ende vergangenen Jahres erklärt, man erwarte steigende Transaktionsvolumina Europa. 59 Prozent der von der Unternehmensberatung befragten Investoren erklärte, Deutschland stehe im Vergleich zum Rest von Europa sehr attraktiv da, 39 Prozent halten das Land für attraktiv - und nur zwei Prozent für unattraktiv. Und immerhin 60 Prozent glaubten, das die europäische Schuldenkrise Immobilieninvestments in Deutschland anschieben werde. Der Geldstrom dürfte also weiter fließen.

Die größten Investoren sind dabei die Amerikaner mit 53 Prozent- vor einem Jahr lag diese Größe noch bei 30 Prozent. 11 Prozent des Geldes stammt von Investoren aus Großbritannien, 7 Prozent aus Frankreich. Die CBRE-Erhebung zeigt dabei aber auch, dass Deutschland unter Investoren en vogue ist. Selbst bei Aktien blicken vor allem US-Investoren nach Deutschland - weil deutsche Aktien noch nicht so hoch bewertet sind wie US-Papiere.

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