Freitag, 22. Februar 2019

Informationstechnik Wissen effizienter nutzen

Wissensarbeit produktiv zu machen, ist die große Managementaufgabe dieses Jahrhunderts. Unternehmen wie Intel, Cisco und CapitalOne haben begonnen, den Umgang ihrer Wissensarbeiter mit Informationen systematisch zu verbessern.

"Wissensarbeit produktiv zu machen ist die große Managementaufgabe dieses Jahrhunderts, so wie es die große Aufgabe des vergangenen Jahrhunderts war, manuelle Arbeit produktiv zu machen." Diesen Satz schrieb Peter Drucker im Jahr 1968 - später bezeichnete er die Produktivität der Wissensarbeiter als entscheidenden Wettbewerbsfaktor in der Weltwirtschaft.

Großzügig ausgestattet:
Vom Laptop bis zur Voice-Mail - doch Wissensarbeiter erhalten wenig oder gar keine Instruktionen, wie sie all diese Technik einsetzen sollen.
Nehmen wir an, Drucker hat - wie üblich - Recht und Wissensarbeiter - oder neudeutsch: Knowledge Worker - sind tatsächlich so etwas wie die Zugpferde des Wirtschaftspflugs. Haben die Unternehmen ihre Pferdestärken dann auch richtig ausgereizt? Was haben sie unternommen, um die Arbeit der Wissensarbeiter effektiver zu gestalten?

Nicht viel, wie sich herausgestellt hat. Soll die Produktivität in einem Unternehmen gesteigert werden, geht es meist um die Produktion oder um Verwaltungstätigkeiten. Wissensarbeiter bleiben weitgehend außen vor, da sie oft autonom arbeiten und ein Großteil ihrer Arbeit unsichtbar nur in ihren Gehirnen stattfindet.

Allerdings ist ein wachsender Teil der Wissensarbeit - inzwischen drei Stunden und 14 Minuten eines durchschnittlichen Tages - mit einer Reihe sichtbarer, messbarer Aktivitäten verbunden, bei denen die Beteiligten elektronische Kommunikationssysteme nutzen.

Wissensarbeiter lesen und schreiben, reden informell sowie bei Sitzungen miteinander und nutzen Technik, um ihr persönliches Informations- und Wissensumfeld zu gestalten. Diese Form von Aktivität ist sichtbar, lässt sich nach bestimmten Prinzipien vereinheitlichen und verbessern - allerdings nur, wenn die Mitarbeiter entsprechend angeleitet werden.

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© Harvard Businessmanager 2/2005
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