Donnerstag, 02. September 2010, 21:30 Uhr

manager magazin



27.11.2007
 

Management by Objectives

Führen ohne Ziele

Von Christian Stein

Viele Unternehmen verwenden Zielsysteme, die mit individuellen Vergütungen verknüpft sind. Kaum jemand stellt den Sinn dieser Systeme infrage. Vieles spricht jedoch dafür, dass sie nicht nur wenig nutzen, sondern sogar großen Schaden anrichten können.

Führen mit Zielen ist eine sehr verbreitete Managementtechnik. Als Urheber des Konzepts gilt Peter Drucker, der "Management by Objectives" 1954 als ein Prinzip beschrieben hat, das individueller Initiative und Verantwortung Spielraum lässt, den Anstrengungen eine gemeinsame Richtung gibt, Teamarbeit fördert und die Ziele des Einzelnen mit dem Unternehmenswohl harmonisiert.

  Umwege:  Zielmanagement-systeme erweisen sich mitunter als überflüssig
Zur Großansicht
Corbis

Umwege: Zielmanagement-systeme erweisen sich mitunter als überflüssig

In der Praxis entstehen jedoch unweigerlich Probleme, sobald die Vergütungen von Mitarbeitern und Führungskräften an individuelle Ziele gekoppelt werden. Mehr noch: Wir sollten uns am besten grundsätzlich von der Vorstellung verabschieden, formalisierte Zielesysteme seien eine fruchtbare Managementmethode.

Die Grundidee, Vergütung und individuelle Zielerreichung zu koppeln, klingt zunächst höchst plausibel: Wenn Manager auf Basis der Unternehmensziele individuelle Ziele für jeden Mitarbeiter ableiten und das Erreichen der Ziele monetär vergüten, wären die Mitarbeiter motiviert, im Sinne des Unternehmens zu handeln, und die Unternehmensziele würden gleichsam wie von selbst erreicht. Auch der Gerechtigkeit wäre gedient: Wer mehr leistet, verdient auch mehr.

Es erstaunt aufgrund der Plausibilität der Argumente nicht, dass empirische Erhebungen zeigen: Das Instrument wird in keinem Unternehmen grundsätzlich infrage gestellt. Eine Unmenge von Publikationen diskutiert hingegen Fragen zur konkreten Umsetzung und zu Details der Ausgestaltung der Zielsysteme.

Tatsächlich können Zielmanagementsysteme jedoch selbst bei bester Implementierung und Gestaltung keinen der erwarteten positiven Effekte garantieren, weil sie auf vier grundsätzlichen Irrtümern beruhen:

Irrtum 1: Zielmanagement kostet wenig und bringt viel
Damit ein Zielmanagementsystem funktionieren kann, müssen Verfahren zur Ableitung, Vergabe, Überwachung und Bewertung der Zielerreichung und Auszahlung entwickelt werden, die gewöhnlich durch Informationstechnik-Anwendungen unterstützt werden. Alle Prozesse müssen dokumentiert, kommuniziert und gesteuert werden. Darüber hinaus muss die gesamte Systematik samt Sonderfällen kollektivrechtlich abgesichert werden.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg




Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
Über 1000 Headhunter-Firmen: Kostenlos Profil hinterlegen3496 Headhunter-Firmen:
Jetzt Profil anlegen
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker, Apotheken
Nach oben