Von Jeffrey Pfeffer
Führungskräfte werden mit guten Ratschlägen überschüttet. Es gibt bereits mehr als 30.000 Fachbücher, und jährlich werden 3500 neue Titel veröffentlicht. Darüber hinaus gibt es unzählige Artikel, Newsletter und Internetseiten zum Thema Management.
Und natürlich handelt es sich nicht um 3500 gute neue Managementideen - oder wenigstens um alte Managementkonzepte, die es wert wären, auf 300 Seiten erläutert zu werden. Viele dieser Ratschläge sind bestenfalls reine Zeitverschwendung. Schlimmstenfalls verursacht das Befolgen dieser Ratschläge mehr neue Probleme, als es bestehende löst.
Reengineering-Projekte haben eine Misserfolgsquote von 70 Prozent (die Zahl stammt von den Reengineering-Experten Michael Hammer und James Champy). Und welchen Wert haben heute noch die vielen Bücher und Artikel, die Enrons innovatives Geschäftsmodell und seinen Umgang mit den Mitarbeitern priesen?
Auch Unternehmensberater können dazu beitragen, dass sich die Situation verschlechtert. Blake Nordstrom, Geschäftsführer der gleichnamigen Kaufhauskette, erzählte mir, sein Vorgänger habe jährlich ungefähr 60 Millionen Dollar für knapp 50 Unternehmensberater und Beratungsfirmen ausgegeben.
Das Management der Kaufhauskette schaffte die Kehrtwende, als es sich wieder auf Kundenservice und die grundlegenden Prinzipien des Einzelhandels konzentrierte - eine Strategie, zu der das Unternehmen ganz allein (zurück)fand.
Was kann eine arme Führungskraft also tun? Hier ein paar einfache, dem gesunden Menschenverstand entsprechende Richtlinien, wie Sie gute Managementkonzepte von schlechten unterscheiden können:
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