Nach einer unspektakulären Vorwoche hat der deutsche Aktienmarkt am Montag mit deutlichen Gewinnen für Freude unter den Anlegern gesorgt. Der Dax baute dank einer freundlichen Wall Street und guter Daten vom US-Häusermarkt seine Gewinne aus und schloss 2,4 Prozent höher bei 5801 Zählern.
Frankfurt am Main - Damit näherte der Dax
sich wieder etwas seinem bisherigen Jahreshoch bei 5888 Zählern. Der MDax
rückte um 3,1 Prozent auf 7370 Punkte vor und für den TecDax
ging es um 2,3 Prozent auf 779 Zähler hoch.
"Das Zauberwort, das die Märkte zum Wochenstart antrieb, heißt 'Jahresendrally', von dem viele Analysten bereits seit Tagen gesprochen haben", kommentierte Marktanalyst Mark Rohles von IG Markets. "Reagierte der Markt in der letzten Woche teilweise noch sehr skeptisch, folgte heute das Umdenken."
Aussagen eines Mitglieds der US-Notenbank Fed, nach denen diese ihr Ankaufprogramm für Anleihen beibehalten solle, nützten insbesondere Banktiteln, und die gut ausgefallenen europäischen Einkaufsmanagerindizes hätten die Anleger bestätigt. Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank hieb in die gleiche Kerbe: "Auch der Zweifler muss festzustellen, dass sich die Konjunkturdaten stabilisieren." Dies stütze neben der vorhandenen Liquidität als Treiber die Aktienmärkte auch fundamental.
Portfoliomanager, die zu gering in Aktien investiert seien, gerieten deshalb ihren Kunden gegenüber unter Rechtfertigungsdruck.
Für einen Paukenschlag sorgte die Nachricht, dass der Chef des Nutzfahrzeugkonzerns MAN
Aktien deutscher Finanzinstitute wie die der Deutschen Bank
, Commerzbank
und Aareal Bank
gehörten zu den gefragtesten Werten. Deutsche Bank gewannen 3,9 Prozent auf 50,95 Euro hinzu, Commerzbank verteuerten sich um 1,7 Prozent auf 6,67 Euro und Aareal verteuerten sich an der MDax-Spitze gar um 7,5 Prozent auf 14,70 Euro. Ein Händler verwies auf Aussagen von James Bullard, einem Mitglied der US-Notenbank Fed. Seiner Meinung nach sollte die Notenbank ihr Anleihe-Ankaufprogramm über das bislang geplante Datum hinweg beibehalten, da es den Politikern mehr Flexibilität gebe, um die Wirtschaftserholung voranzutreiben. Das stütze Bank-Aktien, sagte der Börsianer.
Darüber hinaus verbuchten im Nebenwertesegment MDax Douglas
Douglas-Vorstandschef Henning Kreke bestätigte am Montag einen Bericht des "Focus", wonach Müller 3 Prozent an Douglas halte. Die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. habe außerdem in den vergangenen Monaten weitere gut 14 Prozent erworben, die Müller ebenfalls kaufen wolle, hieß es im "Focus". Sarasin & Cie. dementierte aber, heimlich weitere Douglas-Aktien für Müller gekauft zu haben. Die Privatbank habe zwar im Sommer ihren Anteil auf 10,8 Prozent der Stimmrechte an Douglas ausgebaut, der Aktienkauf sei aber weder heimlich noch im Auftrag von Müller oder eines Dritten erfolgt, sagte ein Sprecher am Morgen.
Weitere Experten wie Markus Turnwald von der DZ Bank äußerten sich ebenfalls positiv. Bei Hochtief
wirkte einerseits eine Hochstufung von Freitag nach und andererseits ein Auftrag für die australische Tochter Leighton - die Aktie gewann 4,3 Prozent auf 57,00 Euro.
Solarwerte wie Manz Automation
, Roth & Rau und Centrotherm Photovoltaics
profitierten laut Händlereinschätzung von einem Bericht der "Welt". Manz stiegen um 6,2 Prozent auf 53,25 Euro, Roth & Rau um 4,8 Prozent auf 25,99 Euro und Centrotherm verteuerten sich an der TecDax-Spitze um 7,1Prozent auf 37,20 Euro. Wie das Blatt berichtet, drängen chinesische Solarunternehmen wie Yingli mit ihren günstigeren Modulen auf den deutschen Markt. Dabei will Yingli mit einer TÜV-Plakette punkten.
Für Anlagenbauer wie die drei genannten sei die Nachricht indes positiv, da die Nachfrage nach Anlagen weiter steigen dürfte, sagte der Börsianer.
von Gerold Löhle, dpa-afx
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| TecDax | 788,5 | +17,0 | +2,20 | News |
| EuroStoxx 50 | 2.681,6 | +17,3 | +0,65 | News |
| Dow Jones | 10.030,1 | +121,7 | +1,23 | News |
| Nasdaq 100 | 1.751,6 | +16,7 | +0,96 | News |
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| € in CHF | 1,4662 | +0,0009 | +0,06 | News |
| Öl in $ (late) | 70,48 | +1,01 | +1,45 | News |
| Gold in $ (late) | 1.071,25 | +7,25 | +0,68 | News |
| Tops | Diff.% | EUR |
|---|---|---|
| Dt. Bank | +3,54 | 44,62 |
| ThyssenKr. | +2,74 | 22,89 |
| MAN | +2,69 | 51,07 |
| Flops | Diff.% | EUR |
|---|---|---|
| Fres. Vz. | -1,16 | 48,39 |
| Volkswagen | -1,96 | 57,50 |
| SAP | -2,15 | 31,86 |
| Zinsen | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Quelle: FMH-Finanzberatung | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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| 3 | CMI Japan Bond | 36.3 |
| Tagesperformance | +1,4% | |
| Gesamtperformance | +7,7% |
| Name | Tag | Gesamt |
|---|---|---|
| BELGACOM S.A. A | -0,98% | +4,18% |
| Deutsche Teleko | +0,21% | +9,70% |
| PIRAEUS BANK S. | -1,89% | -32,62% |
| SWATCH GROUP AG | +9,95% | +59,13% |
| Telefonica | +0,12% | -1,73% |
Strategie: So haben grüne Geschäftsmodelle Erfolg
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