Sonntag, 19. November 2017

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Gewinnwarnung "Irma" und "Harvey" wirbeln Münchener Rück gehörig auf

Vilano Beach in Florida: Die Menschen kehren nach dem Sturm zurück und stoßen auf große Zerstörungen, noch schlimmer ....

Die Wirbelstürme "Irma" und "Harvey" belasten die Münchener Rück offenbar schwerer als vermutet. Der weltgrößte Rückversicherer stellt sein Gewinnziel für das laufende Jahr überraschend in Frage, nachdem er kurz zuvor noch erklärt hatte, nicht so stark in Florida engagiert zu sein.

Wegen der hohen versicherten Schäden könne trotz der bisher guten Geschäftsentwicklung die Prognose von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro Gewinn für 2017 verfehlt werden, teilte der Rückversicherer Munich Re Börsen-Chart zeigen mit am Mittwochabend mit. Im laufenden dritten Quartal werde wohl ein Fehlbetrag in der Bilanz stehen.

Beim Branchentreffen in Monte Carlo hatte Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek am Wochenende noch gesagt, sein Konzern sei in Florida nicht so stark engagiert.

Nun erklärte der Konzern, durch "Irma" und "Harvey" seien hohe versicherte Schäden zu erwarten, die sich für den Markt und die Münchener Rück derzeit noch nicht quantifizieren ließen. Trotz der schweren Naturkatastrophen verfüge das Unternehmen aber über eine ausreichend solide Kapitalbasis, um weiterhin die volle Rückversicherungskapazität zur Verfügung zu stellen.

... sah es auf manchen Inseln aus, die der Sturm zuvor im auf seinem Weg über den Atlantik verwüstet hatte, so wie hier auf der niederländischen Insel Sint Maarten

Den Rückversicherern machen bereits das Niedrigzinsumfeld und sinkende Preise für die Absicherung der Erstversicherer gegen Naturkatastrophen zu schaffen. Konkurrent Hannover Rück hatte kürzlich erklärt, trotz der Wirbelstürme für 2017 weiterhin einen Gewinn von über einer Milliarde Euro zu erwarten.

Die Analysten von Moody's beziffern die wirtschaftlichen durch "Irma" in den USA auf bis zu 92 Milliarden Dollar. Der Sturm hatte am Wochenende eine Spur der Verwüstung in der Karibik sowie in Floria hinterlassen. Nur kurz zuvor hatte "Harvey" in Texas starke Schäden angerichtet und für schwere Überschwemmungen gesorgt.

rei/Reuters

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