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02.01.2013
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MLP-Vorstand Bauer
"Eigene Leistung muss sich lohnen"

Von Lutz Reiche

Mehr Netto vom Brutto: Unter dem Strich bleibt gut verdienenden Arbeitnehmern 2013 allenfalls 18 Euro mehr im Portemonnaie. Der Betrag lässt sich aber durchaus vervielfachen
ddp

Mehr Netto vom Brutto: Unter dem Strich bleibt gut verdienenden Arbeitnehmern 2013 allenfalls 18 Euro mehr im Portemonnaie. Der Betrag lässt sich aber durchaus vervielfachen

Der Staat entlastet die Bürger 2013 bei Steuern und Sozialabgaben. Viel ist es unter dem Strich nicht, rechnet Manfred Bauer vor. Der MLP-Vorstand sagt, wie sich mehr rausholen lässt und warum er die Steuerpläne der SPD für falsch hält.

mm: Herr Bauer, Regierung und Opposition haben im abgelaufenen Jahr viel um Erleichterungen bei Steuern und Sozialabgaben gerungen. Mal auf den Punkt gebracht: Ist das, was die Arbeitnehmer 2013 erwartet der große Wurf?

Bauer: Vom großen Wurf zu sprechen, wäre reichlich übertrieben. Zum einen volkswirtschaftlich, denn eine große Steuerreform mit deutlichen Vereinfachungen bleibt die Koalition nach wie vor schuldig. Zum anderen wird um zahlreiche Regelungen gerade noch im Vermittlungsausschuss gerungen und die Vorteile für den Einzelnen sind überschaubar. Umso wichtiger ist es deshalb, die Erleichterungen sinnvoll zu nutzen.

mm: Ein höherer Grundfreibetrag und ein niedrigerer Beitragssatz zur Rentenversicherung versprechen Entlastung. Belastend wirkt die höhere Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung. Auch der Beitragssatz in der Pflegeversicherung steigt. Mit welcher Entlastung kann ein Arbeitnehmer letztlich rechnen?

Bauer: Das ist natürlich in jedem Einzelfall anders. Aber machen wir es an einem Beispiel fest: Ein Arbeitnehmer mit 5000 Euro Bruttolohn zahlt ab Januar 13,05 Euro weniger Steuern. Zudem sinken die Sozialabgaben durch den geringeren Beitragssatz zur Rentenversicherung um 4,93 Euro. Insgesamt ergibt sich eine monatliche Ersparnis von 17,98 Euro.

mm: Das ist nicht viel. Lässt sich da nicht irgendwie mehr rausholen?

Bauer: Ein interessanter Hebel liegt in der betrieblichen Altersvorsorge. Denn hier sind die Einzahlungen steuer- und zum Teil sozialversicherungsfrei. Bleiben wir bei unserem Beispiel: Der Arbeitnehmer hätte wie beschrieben eine höhere monatliche Liquidität von 17,98 Euro. Investiert er das Geld in eine Betriebsrente, steigt der Anlagebetrag auf 40,50 Euro - also mehr als das Doppelte. Noch interessanter wird es, wenn der Arbeitgeber die Altersvorsorge unterstützt - so wie es bei unseren Firmenkunden in vielen Fällen zutrifft. Selbst wenn der Arbeitgeber nur den Betrag oben drauf legt, den er durch die höhere Vorsorge seines Mitarbeiters an Sozialabgaben einspart, steigt der Anlagebetrag auf 44,93 Euro. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren und einer realistischen Renditeerwartung ergibt sich eine lebenslange monatliche Gesamtrente von rund 87 Euro.

mm: Bleiben wir bei der Altersvorsorge, die Regierung will sie steuerlich stärker fördern. Künftig sollen 20 Prozent mehr Beiträge zur gesetzlichen Rente, Versorgungswerken und Rürup-Rente steuerlich absetzbar sein. Profitieren davon nicht vor allem Besserverdiener?

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Zur Person

Manfred Bauer ist Vorstand für Produktmanagement und -einkauf des Finanzdienstleisters MLP.









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