Donnerstag, 21. März 2019

Börse Asien China schockt

Kursverluste an der Wackelbörse in Shanghai drücken heute die Notierungen an den internationalen Aktienmärkten. Sowohl die wichtigsten Börsen Asiens als auch Europas verkraften den Kursrutsch in China nur zum Teil - und in Frankfurt geht es besonders deutlich bergab.

Frankfurt am Main - Deutschlands Anleger müssen heute Wertverluste ihrer Aktieninvestments hinnehmen. Der Frankfurter Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen steht mit 1,1 Prozent im Minus bei 7700 Zählern. Kaum anders ist das Bild bei den beiden anderen bedeutenden deutschen Aktienindizes:

Schanghai: Börse sackt deutlich ab
Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen börsennotierte Gesellschaften verliert 1,0 Prozent auf 10.892 Zähler und er Technologieindex TecDax Börsen-Chart zeigen büßt 0,8 Prozent auf 894 Stellen ein.

Damit reiht sich die Börse in Frankfurt am Main in die Liste jener Aktienmärkte ein, die sich nicht vom Börsentrend in Asien lösen konnten. Der Hauptindex der Börse Schanghai, der SSE Composite, fiel Über Nacht zeitweise bis auf 4015 Punkte und schloss 6,5 Prozent im Minus bei 4053 Zähler. Am Dienstag hatte der Index noch auf einem Rekordhoch geschlossen - seit Jahresbeginn betrug der Kursanstieg dort 62 Prozent, im Jahr 2006 rund 130 Prozent.

Deshalb hat Chinas Regierung nun von einem Tag auf den anderen die Steuer auf Wertpapierkäufe verdreifacht. Die Staatsführung des Landes wollte so den überhitzten Aktienmarkt in Shanghai abkühlen. Mittlerweile gibt es 100 Millionen Aktiendepots, täglich kommen rund 300.000 neue dazu, schätzen Chinas Statistiker selbst

Hunderttausende Chinesen hatten darin in den einen Teil ihrer Ersparnisse in den Aktienmarkt gesteckt und so die Kurse dort immer weiter in die Höhe getrieben. So hoch, dass Börsenkenner vor einem möglichen kräftigen und baldigen Rückschlag warnten. Experten weltweit fürchteten für diesen Fall eine Schockwelle, die auch Börsen in anderen Staaten mit an sich soliden Aktienmärkten nach unten ziehen könnte.

Heute zumindest stehen neben der Frankfurter Börse auch die übrigen führenden europäischen Aktienmärkte in London, Paris und Zürich in den roten Zahlen sowie die asiatischen Börsen in Tokio, Hongkong, Singapur, Taiwan und darüber hinaus in Australien. Allerdings blieben die Folgen an den internationalen Finanzmärkten am Mittwoch relativ begrenzt: Viele Aktienmärkte verbuchten nur leichte Verluste. Ende Februar hatte ein Kursrutsch an der chinesischen Börse noch einen weltweiten Kurssturz ausgelöst.

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