Frankfurt am Main - Der deutsche Leitindex, der nach einem freundlichen Start der starken Vortagsentwicklung Tribut gezollt hatte und von Gewinnmitnahmen gebremst wurde, schloss letztlich 0,2 Prozent fester bei 6843 Punkten, was den höchsten Stand seit Mai 2008 bedeutet.
Auf Wochensicht schaffte das Börsenbarometer damit ein Plus von 1,62 Prozent. Der MDax beendete den letzten Handelstag der Woche ebenfalls 0,2 Prozent höher bei 9412 Punkten.
Grund war die Erholung an den US-Börsen, die zum Xetra-Schluss jeweils um den Vortagesschluss notierten und ihre Anfangsverluste egalisierten. Der Dow Jones
notierte um 18 Uhr MEZ bei 11168 Zählern.
"Vor dem Wochenende will sich keiner mehr richtig positionieren", fasste Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research die Marktlage zusammen. Anleger warteten nun ab, was die nächste Woche in Bezug auf die irischen Staatsschulden bringen werde, meinte Ruland. Die Ankündigung der chinesischen Notenbank, den Reservesatz für Bankeinlagen um 0,5 Punkte anzuheben, blieb am Markt indes ohne größere Auswirkungen.
VW und Bayer setzten Aufwärtstrend fort
An der Spitze des Dax stiegen die Papiere von Volkswagen
um knapp 3 Prozent. Der Konzern hat ein milliardenschweres Investitionsprogramm angekündigt, um Toyota
als weltweite Nummer 1 abzulösen.
Papiere von Bayer
kletterten um rund 2 Prozent, nachdem die Wettbewerber Pfizer und Bristol- Myers Squibb Medienberichten zufolge einen Rückschlag bei einem mit dem Bayer-Medikament Xarelto konkurrierenden Blutverdünner erlitten.
Deutsche Bank unter Druck
Bei Henkel verhalf eine positive Analystenstimme zu einem Plus von 1,09 Prozent. Spürbar waren die Gewinnmitnahmen vor allem im Bankensektor und bei den Papieren von Kabel Deutschland, die um 1,13 Prozent nachgaben. Papiere der Deutschen Bank
fielen als schwächster Dax-Wert um 1,6 Prozent.
mak/dapd
© manager magazin online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH