Frankfurt/Main - Der Leitindex Dax
sackte um 3,3 Prozent ab und schloss bei 5715 Punkten. Gegenüber dem Schlusskurs des vergangenen Freitags verlor das Börsenbarometer damit mehr als 400 Punkte. Allein am Freitag büßte der Dax 193 Zähler ein. Der MDax
verlor 3,2 Prozent auf 7637 Zähler. Der TecDax
fiel um 3,0 Prozent auf 746 Punkte. Händler sprachen von einem massiven Kapitalabzug aus Europa.
In New York begann die Wall Street am Freitag noch dem Schock vom Vortag erneut volatil. Bis 18.10 Uhr verlor der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent auf 10.508 Zähler. Der technologielastigere Nasdaq
Am Nachmittag hatte Marktteilnehmern zufolge eine erneute Verkaufswelle von US-Anlegern in europäischen Aktien für fallende Kurse gesorgt. Der Dow-Jones-Index hatte 1,9 Prozent verloren. "Europa ist nachrichtlich für die erledigt", hatte es geheißen. Es sei eine massive Rückkehr von US-Investoren in ihren Heimatmarkt zu beobachten.
Der Euro wurde am Abend zu 1,2727 Dollar gehandelt. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank einen Referenzkurs von 1,2746 Dollar festgestellt. Mit dem Einbruch der Aktienmärkte am Nachmittag war auch die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2620 Dollar gefallen. Die kräftige Erholung des Euro am Vormittag nutzen vor allem US-Investoren offenbar zum Auflösen weiterer Euro-Positionen gegen den Dollar, wie ein Händler sagte.
Im Dax standen Eon ganz oben auf den Verkaufslisten. Der Wert der Papiere brach um 9,2 Prozent auf 24,66 Euro ein. MAN
sanken um 5,9 Prozent auf 63,65 Euro. Deutsche Börse
fielen um 5,6 Prozent auf 52,01 Euro zurück. Gewinne verbuchten einzig Commerzbank
, die um 1,0 Prozent auf 6,70 Euro stiegen.
In der zweiten Reihe führten ProSiebenSat1
das Feld der Verlierer an. Die Papiere verbilligten sich um 8,2 Prozent auf 11,99 Euro. Celesio
gaben 6,8 Prozent auf 22,44 Euro nach. HHLA
ermäßigten sich um 6,6 Prozent auf 24,57 Euro. Die vier Gewinner wurden von Fielmann
angeführt, die 2,3 Prozent auf 55,87 Euro zulegten. Heidelberger Druck, Aurubis
und Demag Cranes
legten jeweils weniger als ein Prozent zu.
Auch im TecDax büßten die Kurse auf breiter Front ein. Allen voran verloren Singulus
6,7 Prozent auf 5,32 Euro. Roth + Rau ermäßigten sich um 5,6 Prozent auf 20,75 Euro. Dialog Semiconductor sanken um 5,2 Prozent auf 9,49 Euro. Gegen den Trend stemmten sich einzig Aixtron
, die mit einem leichten Aufschlag von 0,1 Prozent aus dem Handel gingen.
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