New York - Alle Seiten bemühen sich um Aufklärung und Schadensbegrenzung nach dem Kurseinbruch vom Donnerstag. Die beiden Börsenbetreiber NYSE Euronext
und Nasdaq Stock Market
wollen alle Transaktionen von besonders stark betroffenen Werten rückgängig machen und arbeiten hier eng mit der zuständigen Börsenaufsicht SEC und der Regierung zusammen. Auch wenn die Ursache des noch nie dagewesenen Absturzes noch nicht geklärt ist, fordern einige Politiker bereits strengere Regeln für den Computerhandel, um so etwas in Zukunft zu vermeiden.
Der Leitindex Dow Jones
Besonders betroffen waren unter anderem die Titel von Boston Beer
mit einem Minus von zeitweilig 100 Prozent - von 47,98 Dollar auf 0,00 Dollar - sowie Exelon
mit 99 Prozent. Selbst Standardwerte wie Procter & Gamble
brachen um bis zu ein Drittel ein - der Marktwert des weltweit größten Konsumgüterherstellers sank innerhalb weniger Minuten somit um rund 60 Milliarden Dollar. Doch genauso schnell wie die Aktien gefallen waren, schossen sie auch wieder hoch.
"Es war der verrückteste Tag, den ich jemals erlebt habe", sagte Mark Galorenzo von TMT East. Aus Kreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, ein Handelsfehler könne der Auslöser gewesen sein.
Am Ende schloss der Dow Jones noch 3,2 Prozent im Minus bei 10.520 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index
verlor ebenfalls 3,2 Prozent auf 1128 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 3,4 Prozent auf 2319 Punkte. So verzeichnete die Wall Street immer noch die größten prozentualen Verluste seit April 2009. Der Euro
sackte bis auf 1,2520 Dollar ab. Investoren zeigten sich enttäuscht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) keine zusätzlichen Maßnahmen ergriff, um ein Ausweiten der Schuldenkrise auf andere Länder zu vermeiden.
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