Frankfurt am Main - Die Angst vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise in Europa hat den Kursrutsch am Aktienmarkt beschleunigt. Nach den gewalttätigen Protesten in Athen wächst zudem die Angst, dass die griechische Regierung ihr Sparprogramm nicht umsetzen kann und am Widerstand der Bevölkerung scheitert.
Der Dax
konnte die Marke von 6000 Punkten nicht verteidigen und schloss 0,8 Prozent tiefer bei 5958,45 Punkten. Der MDax
büßte 2,0 Prozent auf 7985,08 Punkte ein und der TecDax
gab um 2,1 Prozent auf 773,14 Punkte nach.
In New York fiel der Dow-Jones-Index
bis Handelsschluss in Europa um 0,2 Prozent. Der S&P-500-Index
lag 0,3 Prozent niedriger, der Nasdaq Composite
gab um 0,6 Prozent nach. Der Euro
fiel auf ein Jahrestief von 1,2805 Dollar und notierte zuletzt mit 1,2862 Dollar.
In Griechenland ist die Börse in Athen unter dem Eindruck der heftigen Proteste eingebrochen: Der Handelsplatz in der griechischen Hauptstadt schloss am Nachmittag mit einem Minus von 3,9 Prozent. Auch an anderen europäischen Börsen rutschten am Mittwoch die Kurse ab. Die US-Ratingagentur Moody's drohte Portugal mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Das Land musste am Mittwoch viermal so hohe Zinsen für Geldmarktpapiere zahlen wie noch vor wenigen Wochen. Die Zinsaufschläge auf zehnjährige portugiesische Staatsanleihen stiegen weiter. Deutsche Anleihen werden in diesem Umfeld als relativ sichere Alternative gesucht. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 2,805 Prozent.
Die Schwächung des Euro vertreibt nach Einschätzung von Helaba-Analyst Christian Schmidt Anleger von außerhalb der Euro-Zone. "In Dollar betrachtet ist der Dax noch schwächer. Ausländische Anleger sind deshalb geneigt, sich abzusichern und Geld vom Tisch zu nehmen."
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