Frankfurt am Main - Frankfurt am Main - Der Dax hat am Dienstag die Marke von 5700 Punkten in Angriff genommen. Der Leitindex notierte am Mittag 0,7 Prozent höher bei 5697 Punkten, nachdem er im Minus gestartet war. Auch an der Wall Street zeichnete sich ein leicht positiver Start in den Handelstag ab. Die Stimmung blieb Händlern zufolge aber verhalten.
Pessimistische Anleger fühlten sich heute von einem Rückgang der deutschen Einzelhandelsumsätze um 2,4 Prozent in ihrer weiteren Markteinschätzung bestätigt. Das war das größte Minus seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik 1994.
"Das führt den Investoren vor Augen, dass die wirtschaftliche Erholung sicher nicht vom privaten Konsum getragen wird", sagte ein Händler. Auch 2010 steht dem Handel ein schwieriges Jahr bevor, da die Arbeitslosigkeit steigen und damit die Konsumfreude der Menschen bremsen dürfte.
Der Rückversicherer Munich Re überraschte mit einer deutlichen Gewinnsteigerung. Die Titel zählten zunächst mit einem Plus von bis zu 1,4 Prozent zu den größten Dax-Gewinnern, fielen anschließend aber zurück und notierten zuletzt 0,5 Prozent niedriger bei 108,85 Euro. Offenbar ließen Aussagen von Finanzvorstand Jörg Schneider einige Anleger wieder vorsichtiger werden.
Schneider betonte, er würde sich wundern, wenn im laufenden Jahr der Gewinn von 2009 wiederholt werde. "Finanzvorstand Schneider redet die Markterwartungen normalerweise klein, wie man sieht", bemerkte ein Händler. Allerdings seien diese Aussagen nicht neu. Gefragt waren dagegen Aktien der Deutschen Bank mit plus 2,1 Prozent, der Commerzbank mit 2,4 Prozent und der Deutschen Börse mit 2,1 Prozent. Zur Begründung verwiesen Händler unter anderem auf die bevorstehenden Quartalsergebnisse der Deutschen Bank am Donnerstag.
Kursverluste gab es dagegen bei den Autowerten. Die Preise der Daimler-Titel fielen um 0,2 Prozent, die von BMW-Aktien um 0,3 Prozent und von Volkswagen-Anteilsscheinen um 0,5 Prozent
Der Kurs des Euro hat seine Vortagesgewinne halten können und stand stabil über der Marke von 1,39 Dollar. Im frühen Handel wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,3927 US-Dollar gehandelt. Zu Beginn der Handelswoche rutschte der Euro mit der Sorge der Anleger über die angespannte Lage der Staatsfinanzen in Griechenland noch zeitweise auf ein Jahrestief bei 1,3850 Dollar.
manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa-afx
© manager magazin Online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH