Bankentitel im Blick - Dax erreicht Jahreshoch
Kräftige Kursgewinne bei Finanzwerten haben dem Dax am Mittwoch zu einem neuen Jahreshoch verholfen. Der Leitindex schloss 1,6 Prozent höher bei 5903 Zählern, dem höchsten Stand seit Ende September 2008.
Angeführt wurde die Gewinnerliste von den Aktien der Commerzbank mit einem Plus von 6,7 Prozent auf 6,35 Euro. Vier der 30 Dax-Mitglieder erreichten im Tagesverlauf ein Jahreshoch.
Das Handelsvolumen mit Dax-Titeln stieg auf 120,1 (Dienstag: 79,6) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 3,3 (2,47) Milliarden Euro.
In New York lag bei Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent im Plus bei 10.498 Punkten, der S&P500 notierte mit 1115 Zählern 0,7 Prozent höher. Der Nasdaq-Composite legte 0,8 Prozent auf 2217 Stellen zu.
Börsianer verwiesen als Antrieb für die Finanztitel auf einen Bericht einer japanischen Zeitung, wonach eine zehn- bis zwanzigjährige Übergangsfrist bei der Einführung von größeren Kapitalpuffern für Banken erwogen wird.
"Die strikteren Kapitalregelungen hingen wie ein Damoklesschwert über der Branche", sagte Thilo Müller, Fondsmanager von MB Fund Advisory. Sollte nun die Frist verlängert werden, wäre dies ein Befreiungsschlag.
Im MDax legten die Papiere von Aurubis nach Zahlen eine Berg- und Talfahrt hin und verloren zuletzt 0,60 Prozent auf 29,82 Euro. Der Hamburger Kupferhersteller erwirtschaftete zwar dank einer anziehenden Nachfrage und höherer Kupferpreise im Geschäftsjahr 2008/09 einen überraschend hohen Gewinn. Gleichzeitig blickt Aurubis aber nur verhalten optimistisch in die Zukunft. Zudem hatte der Stahlproduzent Salzgitter seinen Anteil an dem Kupferhersteller inzwischen auf über 25 Prozent aufgestockt.
Am Rentenmarkt steig die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,92 (Dienstag: 2,88) Prozent. Der Rentenindex REX kletterte um 0,06 Prozent auf 124,42 Punkte. Der Bund Future sank um minimale 0,02 Prozent auf 122,46 Punkte. Der Referenzkurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4560 (1,4541) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6868 (0,6877) Euro.
manager magazin mit Material von Nachrichtenagenturen
© manager magazin online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH