New York / Frankfurt am Main - Schlechte Nachrichten aus der Technologie- und der Finanzbranche haben die New Yorker Börse am Dienstag belastet. Grund war die Herabstufung der Halbleiterbranche durch Morgan Stanley
sowie die Entscheidung der Royal Bank of Scotland
und von Lloyds
, Hunderte von Filialen und Geschäftsfelder aufzugeben.
Zudem verhagelte das schweizerische Bankenschwergewicht UBS mit seinem vierten Quartalsverlust in Folge die Laune der Börsianer. Einziger Lichtblick war die geplante Megaübernahme von Burlington Northern durch Warren Buffetts Berkshire Hathaway
Der Dow Jones
verlor bis zum Handelsschluss 0,2 Prozent auf 9771 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq Composite
dagegen stieg um 0,4 Prozent auf 2057 Zähler.
Auch angesichts enttäuschender Geschäfte der UBS verkauften Anleger Bankaktien. Citigroup
verbilligten sich beispielsweise um zwei Prozent, Bank of America
um 1,4 Prozent und JPMorgan Chase
um knapp 0,7 Prozent. Das Schweizer Geldhaus UBS
hatte im dritten Quartal die Quittung für die Finanzkrise und den Streit mit den USA über das Bankgeheimnis bekommen.
Zwar konnte das Kreditinstitut im dritten Quartal den Konzernverlust auf 375 Millionen Euro mehr als halbieren und die Eigenkapitalausstattung weiter verbessern. Doch viele Kunden zogen Geld von ihren Schweizer Konten ab, so dass es der UBS nicht gelang, den Abfluss von Kundengeldern im Vermögensverwaltungsgeschäft nennenswert abzubremsen.
Die Aktien des Kreditkartenanbieters MasterCard sanken nach Vorlage von Quartalszahlen um 2,4 Prozent. Die Dividendenpapiere von Burlington sprangen nach Bekanntgabe der milliardenschweren Übernahmepläne durch Berkshire 28,3 Prozent in die Höhe. Der Kauf beflügelte auch die Aktien der Konkurrenten. Union Pacific verteuerten sich um 6,8 Prozent, CSX um 6,2 Prozent.
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