Praktiker will durch Zukauf wachsen
Im MDax verloren Praktiker-Titel
ein Prozent auf 31,70 Euro. Laut einem vorab veröffentlichten Interview mit dem Anlegermagazin "Euro am Sonntag" zeigte sich der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Wolfgang Werner, offen für weitere Übernahmen in Deutschland. Einem Händler zufolge gestaltet sich dies aber schwierig, da die meisten Wettbewerber "in festen Händen" seien. Außerdem stehe noch die Integration von Max Bahr auf der Agenda.
Anteilsscheine von Lanxess
Stada
legte am Nachmittag zeitweise bis auf 46,70 Euro kräftig zu, ging aber lediglich mit plus 0,13 Prozent auf 45,72 Euro aus dem Handel. Händler verwiesen auf aufgewärmte Spekulationen, wonach die israelische Teva an einer Übernahme von Stada interessiert sein könnte. Analysten hatten zuvor gesagt, dass Teva Pharmaceutical
und auch andere Investoren - die bei der Generikasparte von Merck KGaA
nicht zum Zuge kamen - sich weiter nach Übernahmeobjekten in Deutschland umsehen. "Das passt prinzipiell", sagte ein Händler.
Eurokurs im freien Fall
Der Eurokurs
ist am Freitag auf den niedrigsten Stand sei Anfang April gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3355 US-Dollar gehandelt. Im Vormittagshandel hatte der Euro noch 1,3432 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3349 (Donnerstag: 1,3470) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7491 (0,7424) Euro.
"Verantwortlich für die Kursverluste des Euro war die Auflösung von so genannten Carry-Trades, die den Euro zum Japanischen Yen und zum Schweizer Franken unter Druck gebracht haben", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Auslöser für die Auflösung von Carry-Trades seien die schwachen Aktien- und Anleihenmärkte gewesen. Bei Carry-Trades nutzen Devisenhändler die Differenz der Zinsen zwischen der Eurozone und Japan oder der Schweiz. Sie verschulden sich in japanischen Yen und legen das Geld in höherverzinslichen Eurobeständen an.
"Zudem haben veränderte Leitzinserwartungen in den USA den Dollar zum Euro gestützt", sagte Hellmeyer. So sei nach Kommentaren von verschiedenen US-Notenbankvertretern eine baldige Zinssenkung unwahrscheinlicher geworden. Hellmeyer erwartet jedoch keine grundsätzliche Trendwende hin zu einer Euro-Schwäche. Im Mittagshandel habe dann auch noch die enttäuschend ausgefallene Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland den Euro belastet, sagte Hellmeyer. Die Produktion war im April zum Vormonat saisonbereinigt um 2,3 Prozent gesunken. Volkswirte hatten zuvor einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet.
manager-magazin mit Material von dpa-afx
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