Von Arne Gottschalck
"Bloß keine Zahlenmystik"
Aber Vorsicht, "eine Gesetzmäßigkeit steckt nicht dahinter. Man sollte sich nicht davon anstecken lassen, dahinter irgendeine Form von Zahlenmystik zu vermuten." Die Warnung Hübners vor Wunderglauben ist allerdings gar nicht einmal überflüssig. Immerhin versuchen etliche Börsianer, die Aktienkurse mit dem Fibonacci-Reihen zu entschlüsseln.
Und da sind die Vorstellungen eines Mannes, der sich selbst "the bishop" nennt. Der selbst ernannte Kleriker bedroht US-Investmentfirmen mit Briefbomben und fordert sie auf, bestimmte Aktien zu kaufen - damit diese den Kurs von 6,66 erreichen. Die Zahl des Bösen, so die Kabbalisten und Zahlenmystiker. Aber auch darauf scheint kein Verlass zu sein. Denn Forscher wollen herausgefunden haben, dass die Zahl eigentlich 616 heißen müsste. Doch das klingt den Mystikern offenbar nicht bedeutungsschwanger genug.
Die schrulligen Beispiele zeigen zumindest eines - Menschen bleiben nun einmal menschlich.
Das gilt für Privatanleger ebenso wie für die vermeintlich abgebrühten Profis. Klüger wäre es also, nun innezuhalten "und seine eigene Geldanlage zu überdenken", so Hübner. Sonst droht das Portfolio in Richtung 08/15 abzugleiten. Vermutlich die einzige Zahl, die Klarheit schafft.
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