Dienstag, 23. August 2016

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Die Deutschen - Analphabeten in Sachen Geld? Aktien pfui - aber Immobilien hui

Bundesländer-Vergleich: Wo das meiste Geld in Immobilien fließt
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Der Spiegel schrieb es zuletzt sogar auf sein Titelblatt - die Deutschen und das liebe Geld, das ist so eine Sache. Weil die Zuneigung zum Sparbuch langfristig nicht ausreichend hohe Erträge abwirft, um zum Beispiel die Anforderungen der privaten Altersvorsorge zu stemmen. Die Deutschen, ein Volk von finanziellen Analphabeten? In Sachen Aktien vielleicht - nicht aber, wenn es um Immobilien geht. Zumindest zum zweiten Teil der Einschätzung kommt eine aktuelle Erhebung. Doch von Beginn an.

Immer mehr Deutsche greifen zum Sicherheits-Investment Immobilie. Entsprechend stiegen von Januar 2015 auf Januar 2016 die Preise für Eigentumswohnungen im Schnitt um 7,94 Prozent, protokolliert zum Beispiel der Hauspreis-Index EPX. Im Fall von Ein- und Zweifamilienhäusern aus dem Bestand liegt das Plus bei 6,32 Prozent.

Trotzdem verfallen Deutschlands Immobilienkäufer nicht dem Goldrausch - im Gegenteil, sie verhalten sie sich vernünftig, wie aktuelle Daten von Interhyp belegen, des nach eigenen Angaben größten Vermittlers für private Baufinanzierung von Deutschland. Freilich würde ein Finanzierer seinen Kunden kaum ein unvernünftiges Verhalten attestieren. Doch die Zahlen sprechen gleichwohl eine klare Sprache.

Beispiel Zinsbindung: Die Deutschen zementieren die günstigen Zinsen ein - und das möglichst langfristig. So lag 2015 die durchschnittliche Zinsbindung bei 12,8 Jahren und damit höher als über dem Wert von 12,1, wie ihn das Jahr 2010 markierte.

Beispiel Tilgung: Statt 2,29 Prozent anfänglich gewählte Tilgung sind es nun 2,8 Prozent im Jahr.

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