Donnerstag, 3. September 2015

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Vermietung an Touristen Der Traum der Städter vom schnellen Geld

Risiko Ferienimmobilie: Was Neuvermieter beachten müssen
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Corbis

4. Teil: Hotelwirtschaft wettert gegen Konkurrenz

Auch der Hotelwirtschaft ist angesichts der boomenden Privatvermietungen alarmiert. "Der Markt der privaten Apartments ist grau und undurchsichtig", sagt Benedikt Wohlbeck, Sprecher des Deutsche Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. Das Argument der Sharing Economy lässt er nicht gelten. "Netzwerke wie Hospitality Club und Couchsurfing bieten seit Jahren Übernachtungen kostenlos und als ein Akt der Gastfreundschaft an. Bei professionellen Mietportalen wie Airbnb, Wimdu oder 9flats werden Vermieter und die Portale finanziell entlohnt", sagt Wohlbeck.

An anderer Stelle zeigt der Druck bereits Wirkung. Auf der Website fewo-in-hamburg.de heißt es "Aufgrund des Hamburger Wohnraumschutzgesetztes dürfen wir unsere Wohnungen nicht mehr an Touristen vermieten."

Lediglich Vermietungen von sechs Monaten oder länger seien noch möglich. Unter der angegebenen Telefonnummer meldet sich niemand. "Viele Kollegen haben die Vermietung wegen der öffentlichen Repressalien und der Androhung von Bußgeldern eingestellt", sagt ein Apartment-Vermieter aus Hamburg, der nicht namentlich zitiert werden möchte.

Aufhören will Hobby-Hotelier Meyer nicht. "In Zukunft werde ich meine Gäste genauer anschauen. Besuch vom Bezirksamt will ich nicht."

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