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20.01.2013
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Luxusimmobilien
Boom am Starnberger See und auf Sylt

List auf Sylt: Bevorzugte Lage, hohe Preise
DPA

List auf Sylt: Bevorzugte Lage, hohe Preise

Millionäre im Immobilienrausch: Experten berichten über starke Preisanstiege an Deutschlands nobelsten Ecken. Auf Sylt etwa sowie am Starnberger See verteuerten sich Villen und Luxuswohnungen um bis zu 10 Prozent binnen Jahresfrist. Ein Ende des Hypes ist nicht in Sicht.

Hamburg/Westerland - An den besonders begehrten deutschen Immobilienstandorten stiegen die Preise zuletzt enorm an. So zum Beispiel in den noblen Wohnlagen rund um den Starnberger See. Die Preise für Neubau- und Bestandobjekte legten dort in den vergangenen zwölf Monaten um rund 10 Prozent zu, berichtet ein örtlicher Makler gegenüber manager magazin online. In den vergangenen drei bis vier Jahren sei ein Plus von 30 bis 35 Prozent zu verzeichnen.

Bemerkenswert: Nach Angaben des Marktkenners ist das Marktvolumen im vergangenen Jahr um etwa 15 bis 20 Prozent zurückgegangen. Der Grund ist, so der Makler, dass viele der Immobilienbesitzer rund um den See aufgrund der politischen Unsicherheit angesichts der Euro-Krise mit Verkäufen zögerten. Im laufenden Jahr jedoch sei mit einem wieder erhöhten Verkaufsvolumen zu rechnen, denn die Krise habe in den Augen der Menschen wohl an Dramatik verloren.

Der Starnberger See machte zumindest in dieser Hinsicht im bundesweiten Vergleich in den vergangenen Monaten offenbar eine Ausnahme. Eine Studie des Edelmaklers Dahler & Company jedenfalls kam kürzlich zu dem Ergebnis, dass die Verkaufsaktivitäten im Luxussegment in den sechs Großstädten Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München, Stuttgart und Frankfurt am Main im ersten Halbjahr 2012 deutlich zugelegt haben.

Laut Dahler gab es sowohl bei Eigentumswohnungen ab 750.000 Euro als auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern dieser Preisklasse eine Steigerung der Immobilienverkäufe um rund 25 Prozent. Aufgrund der Preissteigerungen sei das Transaktionsvolumen sogar noch stärker, nämlich um rund 32 Prozent gestiegen, so das Maklerhaus, das seine Untersuchung auf Zahlen der Gutachterausschüsse stützt.

Experte: "Die Preisspirale dreht sich"

Auch auf auf der Ferieninsel Sylt sind Eigenheime und Wohnungen weiter heiß begehrt. Und dort werden die Objekte wegen der starken Nachfrage ebenfalls immer teurer. Dies stellte die HypoVereinsbank in ihrer jetzt veröffentlichten neuen Immobilienmarktstudie fest. Sylt verzeichne seit Jahren "extreme Preissteigerungen", die deutschlandweit zu den höchsten zählen, heißt es in der Analyse. Seit Beginn der Euro-Krise habe die schon zuvor hohe Nachfrage weiter angezogen.

"Der Sylter Immobilienmarkt präsentiert sich ausgesprochen wachstumsorientiert", wird festgestellt. "Im Sog der boomenden Immobiliennachfrage steigen die Preise neuerdings in den guten und mittleren Lagen am stärksten." Daher beginne sich die Preisschere langsam zu schließen. "Die Preisspirale dreht sich insgesamt immer schneller", erklärte Thomas Laurisch, Regionalbereichsleiter Nord der HypoVereinsbank Privatkunden Bank.

Gehandelt werden auf der knapp 100 Quadratkilometer großen Nordseeinsel laut Studie vor allem luxuriöse Eigenheime und Ferienimmobilien. "Trotz eklatanten Baulandmangels wird vergleichsweise viel gebaut." Beim Eigenheimbau habe sich die Bautätigkeit im Vergleich zu den vorherigen fünf Jahren um fast 70 Prozent erhöht. Insgesamt entstanden 2011 rund 110 neue Wohnungen in Einfamilien- oder Doppelhäusern. Die Zahl neuer Geschosswohnungen stieg um rund 30 Prozent.

Zu den exklusivsten und gefragtesten Wohnstandorten zählen neben Kampen vor allem Braderup, Keitum und die wassernahen Wohnstraßen in den Dünen von List. Neue Wohnungen, die überwiegend in Westerland entstehen, kosten "zwischen 5000 und 13 000 Euro pro Quadratmeter".

"Sylt bleibt dabei im Gegensatz zu anderen europäischen Feriendomizilen der Luxusklasse weitgehend in deutscher Hand", heißt es in der Marktstudie weiter. Der Anteil der Käufer aus dem Ausland sei begrenzt und beschränke sich im Wesentlichen auf Interessenten aus europäischen Nachbarstaaten.

cr/dpa

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