Mittwoch, 29. Juli 2015

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BayernLB Viele Bieter für 32.000 GBW-Wohnungen

Hoffen auf Milliarden: Die BayernLB in München

Ende der Angebotsfrist für die 32.000 Wohnungen der BayernLB-eigenen GBW: Nach Angaben der Bank gibt es eine Reihe von Bietern - ein Milliardenerlös ist nicht ausgeschlossen.

München - Der Verkaufsprozess für die Wohnungsgesellschaft GBW mit zehntausenden Wohnungen in München, Nürnberg und anderen Städten hat die entscheidende Phase erreicht. Am Montag war die letzte Gelegenheit für die Interessenten, Kaufangebote für die 32.000 Wohnungen auf den Tisch zu legen.

Die BayernLB muss die GBW auf Druck der EU-Kommission verkaufen. Sie kann auch wegen des günstigen Umfeldes für Immobilien mit einem Milliardenerlös rechnen. Das Geld muss die Landesbank an den Freistaat Bayern weiterleiten, der sie im Zuge der Finanzkrise vor der Pleite gerettet hatte.

Die GBW sieht den Wert der Wohnungen bei rund 2,4 Milliarden Euro. Verrechnet mit den Verbindlichkeiten des Unternehmens läge er bei 984 Millionen Euro.

Eigenen Angaben zufolge hat die BayernLB zahlreiche Kaufgebote für die GBW erhalten. "Eine große Anzahl namhafter Interessenten hat sich bei der BayernLB gemeldet und auch Angebote abgegeben", sagte ein Sprecher der Bank am Montag in München zum Fristende für die Offerten. Die Namen der Bieter oder die Höhe der Gebote nannte die Landesbank aber nicht.

Insgesamt sollen sich in der ersten Runde des Verkaufsprozesses mehr als zwei Dutzend Kaufinteressenten gemeldet haben. Öffentlich Interesse bekundet hatte das Immobilienunternehmen Patrizia sowie das kommunale Konsortium "Wohnen in Bayern", dem auch die Städte München und Nürnberg angehören.

Dort hat die GBW besonders viele Wohnungen, die teilweise deutlich unter dem üblichen Preis vermietet sind. Mieterverbände befürchten bei einem Verkauf an einen privaten Investor drastische Mieterhöhungen von mehr als 20 Prozent oder Eigenbedarfskündigungen.

cr/dpa/dpa-afx

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