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13.12.2012
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Einzelhandelsimmobilien
Wie das Internet den Markt umkrempelt

Von Arne Gottschalck

Schöne Bescherung: Der Einkaufsbummel ist schön, doch geshoppt wird immer öfter im Netz
dapd

Schöne Bescherung: Der Einkaufsbummel ist schön, doch geshoppt wird immer öfter im Netz

Weihnachtszeit ist Shoppingzeit - und die ist verheißungsvoll für den Einzelhandel gestartet. Das rückt auch Einzelhandelsimmobilien in festliches Licht. Doch ein Konkurrent macht ihnen zusehend zu schaffen.

Hamburg - In London rieb man sich die Hände und griff zu. 30 Einzelhandelsimmobilien in Deutschland, gebündelt in einem Paket für über 150 Millionen Euro; für Catalyst Capital war es fast wie Weihnachten. "Eine ausgewogene Balance zwischen langen und mittelfristigen Mietverträgen, zugkräftige Ankermieter sowie Optimierungspotenzial an einzelnen Standorten sind wesentliche Bausteine unserer Strategie", erklärt das Unternehmen in einer Meldung die Gründe für seinen Einkaufsbummel.

Denn gerade in Deutschland sind Einzelhandelsimmobilien inzwischen ein gefragtes Gut. Die Nachfrage "nach Ladenflächen hielt in den deutschen 1a-Lagen weiter an", beobachtet das Immobilienunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL). In seinem Einzelhandelsmarktüberblick bezeichnet JLL das dritte Quartal als das bisher umsatzstärkste im laufenden Jahr. "Auch die Anzahl der Vertragsabschlüsse stieg um 15 Prozent auf knapp 250 und reicht damit fast an das Spitzenergebnis des Vorjahresquartals heran".

Die Nachfrage nach Ladengeschäften ist eigentlich kein Wunder. Denn läuft die Konjunktur, ist insbesondere das Niveau der Beschäftigunghoch, gehen die Menschen gern einkaufen. Und davon profitieren Geschäfte. Seien es Warenhäuser, seien es Einkaufszentren, seien es Baumärkte. Und das wiederum lässt optimistisch auf die Zukunft der Mietenentwicklung der entsprechenden Unternehmen blicken.

Das wiederum ist gut für die Vermieter und Betreiber entsprechender Zentren. Denn Läden, deren Geschäfte laufen, haben keine Probleme, die Miete zu zahlen oder auch Mietsteigerungen zu verdauen. Entsprechend hat sich Catalyst Capital mit ihrem Deal Zugriff auf "insbesondere Fachmarktzentren, Supermärkte, Discounter und vereinzelt Baumärkte sowie SB-Warenhäuser mit überwiegend sehr guten Standorten insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, und Nordrhein-Westfalen" gesichert.

Entsprechend optimistisch ist Björn Dahler vom Maklerhaus Dahler & Company für diese Immobilienart: "Wir sehen das Produkt der Einzelhandelsimmobilie in den Fußgängerzonen der deutschen Top-ten-Städte als weiterhin sehr nachhaltiges Investitionsprodukt mit konstantem Wertsteigerungspotential für Investoren."

Ein Trend, zwei Bedrohungen

Bedroht wird dieses Gleichgewicht nur von zwei Faktoren. Der eine sind die deutschen Shopper selbst - ein traditionell unsicherer Kandidat. Im europaweiten Vergleich hinkt das Deutschland seit jeher hinterher. Europaweit wird 53 Prozent des Haushaltseinkommens für Ausgaben genutzt, zeigt eine Erhebung von Schroders aus dem Sommer. In Deutschland liegt diese Quote bei 50 Prozent. Dafür werden in den hiesigen Haushalten 24 Prozent des Einkommens zum Sparen zurückgelegt. Europaweit sind es im Schnitt 21 Prozent.

Trotzdem waren die vergangenen Monate nicht die schlechtesten für den deutschen Einzelhandel. "Der Einzelhandel zeigte sich am ersten Dezemberwochenende zufrieden mit dem Start in die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts", heißt es von Seiten des Handelsverband Deutschland (HDE), vormals Hauptverband des Deutschen Einzelhandels. "Nach einem verhaltenen Saisonauftakt im November berichten die Händler von gut gefüllten Geschäften besonders in den Innenstädten. Einer HDE-Umfrage zufolge waren besonders Uhren und Schmuck sowie Lebensmittel gefragt. Mit den frostigen Temperaturen zog auch die Nachfrage nach winterlicher Bekleidung spürbar an." Skepsis findet sich dennoch.

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