Mittwoch, 27. Juli 2016

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Geldanlage Deutsche setzen auf die eigene Immobilie

Eigenheim: Die eigene Wohnung oder das eigene Haus stehen in der Anlegergunst ganz oben - nicht nur in Deutschland

Privatanleger in Deutschland setzen an erster Stelle auf die eigene Immobilie - und unterscheiden sich damit kaum von anderen Europäern. Attraktiv gelten zudem der Bausparvertrag und die betriebliche Altersvorsorge. Aktien sind out.

Nürnberg - Deutsche Privatanleger scheuen weiterhin riskante Anlagen. stattdessen setzten sie lieber auf den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims. Auch in Bausparverträgen und der betrieblichen Altersversorgung sehen deutsche Verbraucher eine attraktive Anlageform, berichteten Marktforscher der GfK am Donnerstagabend. Dagegen schenkten sie Aktien kaum noch Vertrauen, geht aus dem jüngsten GfK-Investmentbarometer hervor, den der GfK-Verein regelmäßig mit dem Wall Street Journal erstellt.

Nach der Untersuchung halten 77 Prozent der privaten Anleger eine Investition in die eigene Wohnung oder das eigene Haus für attraktiv oder sogar sehr attraktiv. Darin unterschieden sich die deutschen Verbraucher kaum von denen in anderen europäischen Ländern.

Auf Platz zwei in der Gunst der deutschen Anleger liege mit 45 Prozent der Bausparvertrag, gefolgt von der betrieblichen Altersvorsorge (41 Prozent), und Gold (37 Prozent). Lediglich 8 Prozent der befragten Bundesbürger halten Aktien für eine attraktive Anlageform.

"Deutsche Anleger waren schon immer sehr sicherheitsbewusst. Dies hat sich durch das Auf und Ab der Börsenkurse in den letzten Jahren noch verstärkt. Auch die Diskussion um die Stabilität des Euro führt dazu, dass risikoarme und an Sachwerten orientierte Anlageformen wie der Kauf einer Eigentumswohnung oder das Abschließen eines Bausparvertrags hoch attraktiv sind", heißt es in einer Mitteilung des GfK-Vereins, der Gesellschafter der GfK ist. Der GfK-Verein ist eine gemeinnützige Organisation zur Förderung der Marktforschung.

rei/dpa-afx

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