Freitag, 20. Juli 2018

Übernahmekampf um Eon-Tochter verschärft sich Elliott baut Uniper-Anteil aus

Paul Singer: Sein Hedgefonds hat den Anteil bei der Eon-Tochter Uniper erhöht

Eigentlich will der finnische Versorger Fortum Uniper übernehmen. Doch dann fährt der aktivistische Investor Paul Singer den Finnen in die Parade. Jetzt hat sein Hedgefonds Elliott den Anteil an der Eon-Tochter noch ausgebaut, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht.

Der aktivistische Investor Paul Singer mischt sich in den Übernahmekampf um den Kraftwerksbetreiber Uniper immer stärker ein. Der umstrittene Milliardär hat sich mit seinem Hedgefonds Elliott inzwischen Zugriff auf 7,38 Prozent der Uniper-Aktien gesichert, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Dienstag hervorgeht. Zuvor hatte er noch eine Beteiligung von 5,32 Prozent gemeldet.

Die Uniper-Aktie reagierte positiv auf die Neuigkeiten. Kurz nach der Stimmrechtsmitteilung am Dienstag sprang das Papier von der Verlust- in die Gewinnzone und lag zuletzt mit 0,91 Prozent im Plus bei 26,47 Euro.

Singer und Elliott sind bekannt dafür, sich bei Übernahmekandidaten einzukaufen, um einen besseren Preis herauszuschlagen, wie zuletzt beim Pharmakonzern Stada .

Eigentlich will der finnische Versorger Fortum Uniper übernehmen und hat sich im Grundsatz bereits mit Uniper-Großaktionär Eon auf den Kauf von dessen 47-Prozent-Beteiligung geeinigt. Uniper selbst lehnt das Angebot aus finanziellen und strategischen Gründen ab.

Fortum hatte mehrfach betont, das Angebot von insgesamt 22 Euro je Aktie inklusive Dividende nicht erhöhen zu wollen. Die Finnen hatten zudem erklärt, sich auch mit dem Eon-Anteil begnügen zu können. Die Aktie notiert jedoch seit längerer Zeit über den gebotenen 22 Euro.

rei/dpa

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