Samstag, 23. Februar 2019

Von Icahn bis Soros Welche Aktien Hedgefonds-Gurus kaufen

Hedgefondsmanager Carl Icahn steigt bei Apple ein und erhöht den Druck auf das Management. Kein Wunder, dass Icahn und seine Kollegen genau beobachtet werden. Doch welche Aktien kaufen die milliardenschweren Investoren noch? Ein Überblick von Icahn bis Soros.

Forderungen an Apple: Rambo-Investor Carl Icahn erhöht den Druck auf den Konzern
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Forderungen an Apple: Rambo-Investor Carl Icahn erhöht den Druck auf den Konzern
Hamburg - Hedgefondsmanager Carl Icahn ist ein so genannter "Acitivist Investor" - einer, der sich gerne einmischt. Ist er einmal bei einem Unternehmen eingestiegen, erhöht er den Druck auf das Management, seine Vorstellungen umzusetzen - eine Strategie, an die zum Beispiel der später geschasste Vorstandschef der Videokette Blockbuster, John Antioco, alptraumhafte Erinnerungen hat.

In seinem Lieblingsrestaurant "Il Tinello" in New York nimmt Icahn Topmanager gerne in die Mangel - dort ist sogar ein Pasta-Gericht nach ihm benannt. Icahn sei ein Liebling von Investoren, die an schnellem Geld interessiert seien, schreibt Ex-CEO-Antioco - doch nur selten gingen seine Strategien auch langfristig auf.

Carl Icahn, George Soros, David Tepper, John Paulson - das Geschäft der milliardenschweren Hedgefondsmanager ist geheimnis- und skandalumwittert. Geheimnisvoll, weil die Herren aus New York und London nur ungern ihre Strategien offenlegen. Skandalumwittert, weil Männer wie George Soros schon einmal das britische Pfund fast haben implodieren lassen.

Oder eben Carl Icahn, der beispielsweise Anfang der 80er Jahre die Fluglinie TWA übernahm, um sie 1988 von der Börse zu nehmen. Und damit nach Einschätzung vieler Beobachter den ersten Schritt zu deren Ende machte. Er galt übrigens als Vorbild für Oliver Stones Filmfigur Gordon Gekko im Film Wall Street. "Wenn Du einen Freund willst, kauf Dir einen Hund", soll Icahn seiner Zeit einem TWA-Mitarbeiter gesagt haben. Jetzt hat Icahn seine Anteile an Apple deutlich erhöht.

Kein Wunder also, dass alle zuschauen, wenn diese Männer an der Börse ordern. Sei es um deren glänzenden Erfolg zu bestaunen - wie etwa von John Paulson, der zu Beginn der Subprime-Krise auf einen weiteren Verfall der US-Häuserpreise wettete und damit Milliarden verdiente. Oder um deren krachendes Scheitern zu belächeln - wie eben auch von John Paulson, dessen Goldfonds im ersten Halbjahr 2013 fast 65 Prozent an Wert einbüßte. Die Grenzen zwischen Ruhm und Spott verschwimmen dabei schnell.

manager magazin online gibt im folgenden einen Überblick über die milliardenschweren Investoren - und über ihre größten Positionen ihrer Hedgefonds, die das US-Portal "Insider Monkey" zum Abschluss des ersten Quartals 2013 ermittelt hat.

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