Montag, 18. März 2019

Sanierungsplan Prokon-Anleger sollen auf die Hälfte ihrer Einlage verzichten

Wo geht's hin? Prokon-Anlegern steht nichts Gutes bevor

Dass die Anleger der insolventen Windkraft-Firma Prokon viel Geld verlieren würden, war schon klar. Jetzt wird es konkret: Insolvenzverwalter Penzlin bat die Investoren, zunächst auf etwa 50 Prozent ihrer Beteiligung zu verzichten.

Hamburg - Die Anleger der insolventen Windenergie-Firma Prokon müssen damit rechnen, rund die Hälfte ihres eingesetzten Kapitals zu verlieren. Wie Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin bestätigte, hat er in einem Schreiben die rund 75.000 Investoren gebeten, in einem ersten Schritt des Insolvenzplanverfahrens einem "Teilverzicht im Bereich von 50 Prozent" ihrer Forderung zuzustimmen.

Anschließend sei die Ausgabe einer börsennotierten "langlaufenden festverzinslichen Anleihe" geplant, die etwa 30 Prozent der offenen Forderungen abdecken solle. Wie der Rest der Ansprüche beglichen werden kann, solle eine Umfrage unter den Gläubigern zeigen, berichtete die "Wirtschaftswoche". Penzlin bestätigte diese Informationen.

"Für die Sanierung von Prokon verfolgen wir parallel zwei Wege. Die Genussrechtsinhaber haben einerseits die Möglichkeit, das Unternehmen zu übernehmen - vorausgesetzt die Zahl der Interessierten ist groß genug", erklärte Penzlin. Alternativ werde gemeinsam mit einem Bankhaus ein Käufer für Prokon gesucht. Zuvor hatte Penzlin erklärt, die Anleger werden 40 bis 70 Prozent ihres Kapitals von etwa 1,4 Milliarden Euro verlieren.

Das Windenergie-Unternehmen war Anfang des Jahres in Probleme geraten und im Mai in das Insolvenzverfahren gegangen. Den Abschluss der Prokon-Sanierung peilt Penzlin im ersten Halbjahr 2015 an.

cr/dpa-afx

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