Freitag, 24. November 2017

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Rat von "Finanztest" So sparen Sie am besten für Kinder und Enkel

Wo gibt es am meisten fürs Geld?
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Wo gibt es am meisten fürs Geld?

Ein bisschen was für später: Wer Geld für Kinder oder Enkel zurücklegen will, muss derzeit mit niedrigen Zinsen kämpfen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat trotzdem Möglichkeiten gefunden, Rendite für den Nachwuchs zu machen.

Früher gab es Geld ins Sparschwein, das einmal im Jahr aufs Sparbuch wanderte. Oder einen Banksparplan mit monatlichen Einzahlungen. Beides lohnt sich derzeit nicht mehr, wenn man Geld für seine Kinder, Enkel oder Paten sparen will.

Die Zeitschrift "Finanztest" hat in ihrer neuesten Ausgabe Geldanlagen von rund 150 Banken für Kinder untersucht. Das Ergebnis: Es ist gar nicht so einfach, noch eine einigermaßen zufriedenstellende Rendite zu finden - aber es geht.

Dabei unterscheiden die Experten zwischen verschiedenen Kategorien:

  • Spar- oder Girokonten für kleine Geldgeschenke: Viele Banken und Sparkassen bieten spezielle Guthabenkonten für Minderjährige an, die meist besser verzinst sind, als normale Konten - allerdings gelten dafür in der Regel Höchstanlagebeträge. Bundesweit bietet etwa die Evenord-Bank das E-Elefanto-Sparbuch an, bei dem Beträge bis 2500 Euro mit zwei Prozent pro Jahr verzinst werden. In Berlin oder Hamburg bieten auch die Sparkassen attraktive Zinsen für kleine Sparbeträge.

  • Einmalanlagen für größere Geldgeschenke: Bei höheren Beträgen rät "Finanztest" zum Festgeldkonto. Auch dabei gibt es teilweise spezielle Angebote für Minderjährige. Bei der Frankfurter Eurocity Bank etwa erhalten Kinder und Jugendliche für Summen ab 5000 Euro derzeit 1,85 Prozent Zinsen pro Jahr, wenn sie das Geld auf zehn Jahre festlegen. Bei der Cronbank aus Dreieich sind es immerhin 1,8 Prozent, dafür reicht schon eine Mindestanlage von 1000 Euro.

  • ETF-Sparpläne für monatliche Einzahlungen: Wer das Risiko nicht scheut, kann mit einem ETF-Sparplan deutlich mehr Rendite rausholen. "Finanztest" empfiehlt solche Pläne für alle, die dem Nachwuchs ein kleines Vermögen aufbauen wollen. Dabei reicht oft schon eine Einzahlung von 25 Euro pro Monat, das Geld fließt in sogenannte Indexfonds (ETF), die einen bestimmten Aktienindex nachbilden. Die Experten empfehlen dabei möglichst breit gefasste Indizes wie den MSCI World oder den MSCI ALL Country World, da diese das Risiko stärker streuen als etwa der deutsche Aktienindex Dax.

Bei Geldanlagen, die auf den Namen eines Kindes eröffnet werden, gelten spezielle Bedingungen. So müssen die Eltern das Konto zwar eröffnen und dürfen es verwalten, das Geld gehört aber nur dem Kind. Sobald es volljährig wird, darf es darüber verfügen. Wer Sorge hat, dass der 18-jährige Sohn oder die Enkeltochter das Geld auf einen Schlag verprasst, kann einen sogenannten Auszahlplan vereinbaren, bei dem das Ersparte nur in Raten verfügbar wird. Das lässt sich auch dann noch einrichten, wenn das Kind schon 17 ist.

Wenn Großeltern eine Geldanlage für die Enkel eröffnen wollen, benötigen sie die Vollmacht der Eltern des Kindes. Alleinerziehende brauchen den Nachweis über das alleinige Sorgerecht.

stk

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