Donnerstag, 26. April 2018

Filecoin, Tezos und Co. Die größten ICOs 2017 - diese Unternehmen stecken dahinter


Für die einen sind Initial Coin Offerings (ICOs) das nächste große Ding der Risikokapital-Szene, eine Revolution. Andere verdammen sie als "größten Schwindel aller Zeiten". Kein Thema polarisiert professionelle und private Anleger derzeit so sehr wie Kryptowährungen.

Ob Blase oder nicht: Die Ausgabe eigener digitaler Währungen hat einzelnen Unternehmen hunderte Millionen Dollar eingebracht - ganz ohne aufwendige Finanzierungsrunden mit Risikokapitalgebern. Die Grafik von Statista zeigt, wer bislang am meisten profitiert hat.

Am meisten diskutiert wurde dabei über die aktuelle Nummer 2 der ICO-Tabelle, das amerikanische Unternehmen Tezos. Über 230 Millionen Dollar hatte das Unternehmen im Sommer eingesammelt - nur drei Monate später versank das Unternehmen in internen Machtkämpfen. Zudem laufen mittlerweile Klagen gegen das Unternehmen. Die Vorwürfe: Betrug und Verkauf nicht registrierter Wertpapiere. Tezos will eigentlich eine Kryptowährung namens Tezzie in Umlauf bringen, kommt dabei laut Medienberichten aber nicht wirklich vom Fleck.

Filecoin will freien Festplattenplatz vermieten

Das meiste Krypto-Kapital hat aktuell Filecoin eingesammelt, ein Produkt des US-Startups Protocol Labs. Die Amerikaner wollen ein dezentrales Computernetzwerk aufbauen, in dem Nutzer freien Festplattenplatz an andere vermieten können - Filecoin soll die Währung dieses Netzwerks sein. Das Start-up verlässt sich dabei jedoch nicht nur auf die Krypto-Szene - Sequoia Capital und Andreessen Horowitz haben sich ebenfalls beteiligt.

Eos, das dritte Unternehmen ganz weit oben in der Rangliste, setzt ebenfalls auf Dezentralität: Die Eos.Io-Software soll eine Blockchain-Technologie begründen, auf deren Grundlage dezentrale Apps erstellt werden können. Sie liefere laut Unternehmensangaben ein Betriebssystem, auf dem Apps laufen könnten.

luk

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