Montag, 23. Juli 2018

Bitcoin unter 6000 Dollar Krypto-Crash geht weiter - schon 600 Milliarden verbrannt

Im Dunkeln: Mit Bitcoins und Co geht es weiter abwärts.

Zwischenzeitlichen Erholungsversuchen zum Trotz bleibt der Markt für Krypto-Währungen unter Druck. Ende vergangener Woche kam es erneut zu umfangreichen Verkäufen, so dass die Digitalwährungen reihenweise abstürzten. Der Bitcoin, das mit einer Marktkapitalisierung von etwa 109 Milliarden Dollar bedeutendste Cyber-Geld, rutschte sogar unter die Marke von 6000 Dollar.

Auf dieses Niveau war der Bitcoin im Laufe des Absturzes seit Dezember 2017 noch nicht gefallen. Das Minus seit den Höchstständen bei 20.000 Dollar, die im Dezember vergangenen Jahres erreicht worden waren, beträgt damit in der Spitze etwa 70 Prozent. Inzwischen hat sich der Bitcoin auf knapp 6400 Dollar wieder leicht erholt.

Dennoch, Bloomberg zufolge befindet sich der Bitcoin- und Krypto-Markt damit auf dem Weg in die Geschichtsbücher: Selten zuvor verlor eine Assetklasse im Verlaufe eines Ausverkaufs nach dem Platzen einer Spekulationsblase dermaßen an Wert. Vergleichbar ist die Marktentwicklung bereits mit jener der US-Tech-Börse Nasdaq nach dem Platzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2000. Die US-Tech-Werte verloren seinerzeit in der Spitze bis zu 78 Prozent, so Bloomberg.

Insgesamt, so Bloomberg mit Verweis auf Daten der Plattform Coinmarketcap.com, haben Krypto-Währungen seit Dezember beinahe 600 Milliarden Dollar an Marktvolumen verloren - von einstmals rund 830 Milliarden Dollar auf gegenwärtig nur noch rund 236 Milliarden Dollar.


Das manager magazin Mynd erklären: So funktionieren Krypto-Währungen

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Wird sich der Markt wieder erholen? Skepsis erscheint angebracht. Manch einer mag wiederum auf die Tech-Werte an der Börse verweisen, die inzwischen wieder eine dominierende Rolle spielen. Der Vergleich dürfte jedoch hinken: Bei den IT-Unternehmen steht in der Regel ein realer Wert im Hintergrund, der ein Investment rechtfertigen kann.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Bei den Krypto-Währungen ist das dagegen nicht der Fall. Viele Investoren dürften daher nach dem Kursverlauf des vergangenen Jahres skeptisch auf den Krypto-Markt blicken und in Bezug auf ein Engagement sehr zurückhaltend sein.

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