Freitag, 25. Mai 2018

Kryptowährung Bitcoin erholt sich trotz Warnung von Goldman Sachs

Bitcoin: Erholung nach dem Kurssturz, Kurs nahe 8000 Dollar

Die Spekulationsblase beim Bitcoin und anderen Krypto-Währungen ist offenbar geplatzt, die Kurse befinden sich im freien Fall. Fans können nur hoffen, dass es sich um eine gesunde Marktbereinigung handelt.

Nach dem kräftigen Kursrutsch der vergangenen Wochen hat die Krypto-Leitwährung Bitcoin Börsen-Chart zeigen am Mittwoch zur Erholung angesetzt. Der Bitcoin-Kurs kletterte zuletzt wieder über die Marke von 8000 Dollar, nachdem er am Dienstag Vormittag zeitweise noch unter die Marke von 6000 Dollar gefallen war.

Offen ist, ob es sich um eine nachhaltige Erholung handelt oder nur um eine kurze Unterbrechung in einem steilen Abwärtstrend. Seit Dezember hat die Digitalwährung Bitcoin mehr als 50 Prozent an Wert verloren, und auch andere Digitalwährungen wir Ripple oder Ether stehen seit Tagen unter einem erheblichen Verkaufsdruck. Nun wagen sich wieder einige Käufer in den Markt.

Goldman Sachs: Die meisten der 1500 Digitalwährungen werden untergehen

Ein Großteil der derzeit rund 1500 Kryptowährungen wird nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen nicht lange existieren. Vielmehr dürfte nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Arten überleben, schreibt Steve Strongin, Chef für "Investment Research" bei Goldman Sachs, in einer Studie.

Die starken Kursschwankungen von Bitcoin Börsen-Chart zeigen und Co. sprechen laut Strongin für eine Preisblase, also ein nicht nachhaltiges Kursniveau. Derzeit stehen faktisch alle Digitalwährungen unter erheblichem Druck. Ausschlaggebend sind in erster Linie Regulierungsbestreben in vielen Industrie- und Schwellenländern.

Der Bitcoin als älteste und bekannteste Cyberwährung hat seit Mitte Dezember rund 60 Prozent seines Werts verloren. Der Gesamtwert aller Digitalwährungen ist seit Anfang Januar um etwa 460 Milliarden Dollar oder rund 55 Prozent gefallen.

Raus oder rein: Die Psychologie der Bitcoin-Bullen

Auslöser des Kurssturzes sind zum einen bei den Digitalwährungen selbst zu finden. Dazu gehören vor allem zunehmende Regulierungsbestrebungen des bisher unregulierten Handels mit Kryptowährungen und immer wieder Hackerangriffe auf größere Handelsbörsen. Verstärkt wird die schlechte Stimmung durch die aktuell starken Kursrückgänge an den internationalen Aktienmärkten. Riskante Anlagen, zu denen auch virtuelle Devisen gezählt werden, werden dadurch belastet.

Die Meinungen zu Digitalwährungen gehen grundsätzlich stark auseinander: Befürworter preisen den technischen Fortschritt und schätzen die Unabhängigkeit von staatlicher Kontrolle. Kritiker monieren, bei Bitcoin Börsen-Chart zeigen und anderen Kryptowährungen handele es sich nicht um Währungen im klassischen Sinne, weil zentrale Eigenschaften wie Wertstabilität fehlten. Außerdem wird die hohe Missbrauchsgefahr aufgrund der Anonymität des Zahlungsprozesses moniert.

Zwar gab es in der Zwischenzeit verschiedene positive Nachrichten, die dem Bitcoin Auftrieb verliehen, wie etwa die Entscheidung einiger Terminbörsen in den USA vom Spätherbst 2017, Future-Kontrakte auf die Digitalwährung ins Programm zu nehmen und sie damit ein Stück weiter in Richtung des etablierten Finanzmarktes zu rücken.

Insgesamt zeigt der Kursverlauf des Bitcoin im vergangenen Jahr jedoch jene unverwechselbare Charakteristik, die mit vernünftigen Investmentargumenten kaum zu erklären ist: Es handelt sich vielmehr, wie Buffett und andere schon früher erkannt hatten, augenscheinlich um eine Spekulationsblase.

Und wie bei jeder Spekulationsblase, so muss auch bei dieser irgendwann die Luft entweichen. Das ist gegenwärtig offensichtlich bereits zu beobachten: Vom Hoch im Dezember ist der Bitcoin Börsen-Chart zeigen bereits bis Mitte Januar um etwa 50 Prozent abgestürzt. Inzwischen hat sich das Minus auf 60 Prozent ausgeweitet, und ein Ende des Kurssturzes ist kaum in Sicht.

Das bestätigt beispielsweise eine Analyse der Privatbank Donner & Reuschel. Wie die Bank in einer Einschätzung zum Bitcoin-Kurs feststellt, hat sich ein deutlicher Abwärtskanal gebildet. Auch zaghafte Erholungsversuche zu Jahresanfang hätten daran nichts geändert. Im Gegenteil: Dadurch wurde der Abwärtsdruck aus Sicht der technischen Analysten von Donner & Reuschel sogar noch verstärkt.

Das heißt: Wer etwa zum Zeitpunkt der Warnung von Starinvestor Buffett im Oktober 2017 Bitcoins gekauft hat, liegt damit aktuell zwar immer noch etwa 40 Prozent im Plus. Schließlich notiert die nach Marktkapitalisierung bedeutendste Krypto-Währung derzeit noch bei etwa 8000 Dollar. Lange kann sich ein solcher Investor über seinen Depot-Gewinn aber vermutlich nicht mehr freuen.

manager magazin und Mynd erklären: So funktionieren Krypto-Währungen

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Ohnehin lässt sich nur schwer feststellen, wo genau der Bitcoin gerade steht, so schnell geht es gegenwärtig abwärts. Und damit ist die Haupt-Cyber-Währung nicht allein: Wie etwa die Übersicht der Plattform Coinmarketcap.com zeigt, hat der Ausverkauf inzwischen nahezu alle wichtigen Krypto-Gelder erfasst. Neben Bitcoin haben sich beispielsweise auch Ripple, Litecoin und andere weit von ihren Höchstständen entfernt, Tendenz: weiter fallend.

Razzia in Japan

Wie beim Anstieg der Kurse im vergangenen Jahr gilt dabei auch bei deren Abrutschen: Mit vernünftigen Gründen lässt sich die Entwicklung bestenfalls zum Teil erklären. Das soziale Netzwerk Facebook Börsen-Chart zeigen etwa hat in dieser Woche ein Verbot von Werbung für Krypto-Währungen auf seinen Seiten bekannt gemacht. Diese Einschränkung kann zwar für Druck auf die Kurse sorgen. Verluste im satten zweistelligen Prozentbereich, wie sie etwa am Freitag beinahe flächendeckend zu beobachten sind, lassen sich damit aber kaum begründen.

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Vielmehr lässt sich festhalten: Zuerst sind die Kurse monatelang rasant gestiegen, ohne dass dafür eine andere Begründung zu finden war als eben die reine Spekulation der Käufer auf weiter steigende Kurse. Und nun fallen die Kurse, ohne dass das Tempo des Crashs sowie das Ausmaß der Verluste anders begründet werden könnte, als mit der Tatsache, dass die vorherige Spekulation nun offenbar beendet ist.

Begleitet werden die flächendeckenden Kursverluste indes von verschiedenen Skandalen, Hackerangriffen und Betrugsfällen am Krypto-Markt sowie dem zunehmenden Bemühen von Aufsichtsbehörden und Regulierern in aller Welt, dagegen vorzugehen. Am Freitag beispielsweise gab es nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Razzia in den Räumlichkeiten der japanischen Handelsplattform Coincheck. Hacker hatten die Plattform erst vor einigen Tagen angegriffen und Coins der Cyber-Währung Nem im Wert von 534 Millionen Dollar erbeutet. Die Behörden wollten nun die Sicherheit der Coincheck-User sicherstellen, erläuterte laut Bloomberg Japans Finanzminister Taro Aso anlässlich der Razzia.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Letzteres dürfte unter den Fans der Krypto-Währungen die Hoffnung nähren, dass es sich bei den gegenwärtigen Turbulenzen um eine gesunde Marktbereinigung handelt, nach der es mit den Kursen möglicherweise wieder aufwärts gehen kann.

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Sollte es tatsächlich so kommen, dann sollte es für Kursanstiege künftig allerdings im Idealfall Ursachen geben, die nichts mit Spekulation und Zockerei zu tun haben. In dem Fall könnten sich die Preise der Krypto-Währungen in Zukunft auch weniger volatil entwickeln - und es käme nicht erneut zu einer derartigen Überhitzung des Marktes.

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