Mittwoch, 15. August 2018

Absturz von Bitcoin und Co Krypto-Geld im freien Fall - die Lehre aus dem Crash

Bitcoin-Café: Am Finanzmarkt herrscht Verkaufsstimmung

Die Spekulationsblase beim Bitcoin und anderen Krypto-Währungen ist offenbar geplatzt, die Kurse befinden sich im freien Fall. Fans können nur hoffen, dass es sich um eine gesunde Marktbereinigung handelt.

Nobelpreisträger wie Joseph Stiglitz oder Robert Shiller haben gewarnt; Notenbanker wie die scheidende Chefin er US-Zentralbank Fed, Janet Yellen, oder deren Vorgänger Ben Bernanke ebenfalls. Dazu jede Menge Profis aus dem Investment- und Finanzgeschäft wie etwa Credit Suisse-CEO Tidjane Thiam oder Larry Fink, Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock. Sie alle wiesen im vergangenen Jahr und zum Teil schon früher auf die Irrationalität des Bitcoin-Höhenflugs hin - und auf die Gefahr eines jähen Absturzes.

Besonders prägnant brachte es Warren Buffet auf den Punkt, der legendäre Geldanleger und Multimilliardär aus den USA. "Dies ist eine echte Blase", sagte Buffett im Oktober vergangenen Jahres. Da stand der Kurs des Bitcoin gerade bei gut 5700 Dollar.

Doch weder Buffett noch sonst irgendein Kritiker hat den rasanten Anstieg des Bitcoin-Preises aufgehalten. Insbesondere in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres nahm der Preisaufschwung immer rasanteres Tempo auf, bis Mitte Dezember in der Spitze ein Wert von etwa 20.000 Dollar je Bitcoin erreicht wurde.

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Blase geplatzt

Zwar gab es in der Zwischenzeit verschiedene positive Nachrichten, die dem Bitcoin Auftrieb verliehen, wie etwa die Entscheidung einiger Terminbörsen in den USA vom Spätherbst 2017, Future-Kontrakte auf die Digitalwährung ins Programm zu nehmen und sie damit ein Stück weiter in Richtung des etablierten Finanzmarktes zu rücken. Insgesamt zeigt der Kursverlauf des Bitcoin im vergangenen Jahr jedoch jene unverwechselbare Charakteristik, die mit vernünftigen Investmentargumenten kaum zu erklären ist: Es handelt sich vielmehr, wie Buffett und andere schon früher erkannt hatten, augenscheinlich um eine Spekulationsblase.

Und wie bei jeder Spekulationsblase, so muss auch bei dieser irgendwann die Luft entweichen. Das ist gegenwärtig offensichtlich bereits zu beobachten: Vom Hoch im Dezember ist der Bitcoin Börsen-Chart zeigen bereits bis Mitte Januar um etwa 50 Prozent abgestürzt. Inzwischen hat sich das Minus auf 60 Prozent ausgeweitet, und ein Ende des Kurssturzes ist kaum in Sicht.

Das bestätigt beispielsweise eine Analyse der Privatbank Donner & Reuschel. Wie die Bank in einer Einschätzung zum Bitcoin-Kurs feststellt, hat sich ein deutlicher Abwärtskanal gebildet. Auch zaghafte Erholungsversuche zu Jahresanfang hätten daran nichts geändert. Im Gegenteil: Dadurch wurde der Abwärtsdruck aus Sicht der technischen Analysten von Donner & Reuschel sogar noch verstärkt.

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