Donnerstag, 20. September 2018

Krypto-Währungen auf Crashkurs Bitcoin stürzt unter 8000 US-Dollar

Auf Talfahrt: Der Bitcoin droht unter die Marke von 8000 Dollar zu fallen

Der Ausverkauf am Markt für Krypto-Währungen geht weiter, und er hat inzwischen sämtliche größeren Digitalwährungen erfasst, wie beispielsweise die Übersicht der Plattform Coinmarketcap.com zeigt. Dort leuchten am Freitag hinter nahezu allen aufgelisteten Krypto-Währungen rote Ziffern, die Verluste im großzügig zweistelligen Prozentbereich anzeigen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Bitcoin Börsen-Chart zeigen, der gemessen an der Marktkapitalisierung bedeutendsten Digitalwährung. Auch sie setzte am Freitag ihre Talfahrt fort. Am Mittag rutschte der Kurs des Bitcoin auf mehr und mehr Handelsplätzen unter die Marke von 8.000 Dollar, so dass Coinmarketcap auch den Gesamtkurs unterhalb dieser Marke angab. Der Bitcoin hat sich damit mehr als 60 Prozent von seinem bisherigen Rekordhoch bei 20.000 Dollar entfernt, das er im Dezember vergangenen Jahres erreicht hatte.


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Nach Angaben der Website Coinmarketcap.com verzeichneten auch andere Digitalwährungen wie beispielsweise Ripple, Ethereum oder Litecoin Verluste im zweistelligen Prozentbereich.

Damit scheint sich die Talfahrt der Krypto-Währungen, die kurz vor dem Jahreswechsel begann, fortzusetzten. Monatelang waren Bitcoin und Co zuvor in ungeahnte Höhen geklettert, mit Kursgewinnen im vier- bis fünfstelligen Prozentbereich innerhalb des vergangenen Jahres. Doch damit ist es nun offenbar vorerst vorbei: Schon der Januar war für den Bitcoin der schwächste Monat seit drei Jahren, mit einem Verlust von etwa 30 Prozent.

Als aktueller Anlass für die Kursverluste wird ein Werbeverbot für Krypto-Währungen genannt, das das soziale Netzwerk Facebook am Mittwoch bekannt gemacht hatte. Zudem gehen rund um den Globus Regulierer und Aufsichtsbehörden zunehmend gegen unseriöse und kriminelle Umtriebe in dem Markt vor.

Abgesehen von solchen konkreten Gründen spricht aber auch einiges dafür, dass bei den Krypto-Währungen eine Spekulationsblase geplatzt ist, vor der zuvor schon zahlreiche Experten gewarnt hatten. Die Kurse von Cyber-Währungen waren monatelang rasant gestiegen, ohne dass dafür eine vernünftige Begründung zu finden war. Ebenso fallen die Kurse nun, ohne dass das Tempo des Crashs sowie das Ausmaß der Verluste vollständig begründet werden könnte.


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Einer Analyse der Privatbank Donner & Reuschel zufolge jedenfalls dürfte es vorerst weiter abwärts gehen. Es habe sich ein deutlicher Abwärtskanal gebildet, schreibt die Bank in einer Einschätzung zum Bitcoin-Kurs. Auch die Erholungsversuche zu Jahresanfang hätten daran nichts geändert. Im Gegenteil: Dadurch wurde der Abwärtsdruck aus Sicht der technischen Analysten sogar noch verstärkt.

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