Sonntag, 28. August 2016

Rentenversicherung Was aus 50.000 Euro wird

Lippenbekenntnisse zur gesetzlichen Rente sind derzeit wieder verdächtig oft zu vernehmen. Von daher verwundert es nicht, dass immer mehr Menschen auf eine private Rentenversicherung setzen. Doch auch die private Rente leidet. Sie wird kaum noch reichen, um die viel zitierte Rentenlücke zu schließen, wie eine Studie zeigt.

Hamburg - So lange ist es nicht her, dass sich die Menschen allein auf die gesetzliche Altersrente verließen, galt sie doch als auskömmlich. Allenfalls sparte man noch für eine kleine Betriebsrente oder zahlte in eine klassische, also kapitalbildende Lebensversicherung ein, die dann mit Ablauf auf einen Schlag einen ansehnlichen Geldbetrag abwarf. Nicht selten floss dieser Erlös in den privaten Konsum. Doch die Prioritäten haben sich verschoben. Und die jüngst aufgeflammte Diskussion um Rentenkürzungen zeigt einmal mehr, die gesetzliche Rente ist in ihrer Höhe nicht sicher.

Richtig gesetzt? Die Unterschiede bei der privaten Rente sind beträchtlich, wie eine Studie zeigt
Auch daher sparen die meisten Menschen jetzt von vornherein für eine zusätzliche, lebenslange Rente oder sie wandeln mit Beginn des Ruhestands einen größeren Geldbetrag in so eine Rente um - etwa die Ablaufsumme einer Kapitallebensversicherung. Das Geschäft mit hohen Einmalbeträgen für eine lebenslange Rente brummt: Allein im vergangenen Jahr nahmen die deutschen Lebensversicherer auf diese Weise 12,9 Milliarden Euro ein.

Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der bei Lebensversicherern abgeschlossenen Verträge private Rentenpolicen. Gemessen am Beitragsvolumen sind es gar zwei Drittel. Das hat auch damit zu tun, dass der Gesetzgeber die staatliche Förderung bei der Riester-Rente oder der Rürup-Rente eben an die Verrentung des Sparguthabens knüpft. Doch wie bei der Kapitallebensversicherung, die seit Jahren unter fallenden Ablaufleistungen leidet, rutschen auch die privaten, lebenslangen Renten drastisch ab. Trotz privater Altersvorsorge wird es immer schwieriger, die viel zitierte Rentenlücke zu schließen.

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