Donnerstag, 2. April 2015

Versicherungen Das können Sie absetzen

Viele Versicherungskosten lassen sich steuerlich absetzen. Doch eine Vielzahl an neuen Regelungen könnte im kommenden Jahr für Verwirrung sorgen. Lesen Sie bei manager-magazin.de, mit welchen Versicherungsprämien sich die Steuerschuld verringern lässt.

Berlin - Vorsorgekosten sind grundsätzlich steuerlich absetzbar. Der Gesetzgeber hat jedoch bei der Höhe der absetzbaren Kosten enge Grenzen gezogen. Der Großteil der Versicherungsprämien wirkt sich nur noch als "Andere Vorsorgeaufwendungen" steuermindernd aus. Maximal absetzbar sind in diesem Zusammenhang 1500 Euro im Jahr, wenn ein steuerfreier Zuschuss zur Krankenversicherung gezahlt wird oder ein Beihilfeanspruch im Krankheitsfall besteht.

"Günstigerprüfung": Vor allem Selbständige können bis 2024 ihre Beiträge noch nach altem Recht absetzen
Nur wer seine Krankenversicherungsbeiträge alleine aufbringen muss, kann 2400 Euro absetzen. Unter diesen Höchstbetrag fallen neben den Kosten für die gesetzliche oder private Krankenversicherungen die Prämien für Krankenzusatzversicherungen, beispielsweise für Zahnersatz- und Krankenhauskosten, für die Auslandskrankenversicherung, aber auch Beiträge für die private Unfallversicherung, für Lebensversicherungen (seit 2004 nur noch zu 88 Prozent), Rentenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Haftpflichtversicherungen.

Nicht als Sonderausgaben absetzbar sind Sachversicherungen, also Beiträge zur Kfz-Kaskoversicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung, Gebäudeversicherung oder Reisegepäckversicherung.

Natürlich deckt der Höchstbetrag von 1500 oder 2400 Euro nicht ansatzweise die Kosten für die aufgeführten Versicherungen. Der einzige Trost: Vor allem Selbstständige können im Rahmen der "Günstigerprüfung" bis 2024 die Versicherungsbeiträge noch nach altem Recht absetzen: Absetzbar sind dann im besten Fall nach Auskunft des Informationsdienstes steuerrat24.de für Alleinstehende 5069 Euro oder für Verheiratete 10.138 Euro. Ob die alte Rechtslage tatsächlich günstiger ist, prüft das Finanzamt im Übrigen automatisch.

Steuerlich völlig unterschiedlich werden die "Altersvorsorgeaufwendungen" behandelt. Zu diesen besonders begünstigten Kosten zählen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen (beispielweise für Notare), zu landwirtschaftlichen Alterskassen sowie zu privaten Basis-Rentenversicherungen (Rürup-Rente). Diese Altersvorsorgeaufwendungen sind nach Auskunft von steuerrat24.de als Sonderausgaben absetzbar bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro - allerdings erst ab dem Jahr 2025.

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