03.02.2004
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Fonds
Risiko Zwischengewinn

Wer für ein paar Monate Geld in Geldmarkt- oder Rentenfonds parken will, dabei aber einen Fonds kurz vor Ausschüttung erwischt, geht ein hohes Risiko ein. Das neue Steuerrecht sorgt dafür, dass aus der Kurzfrist-Anlage rasch ein Verlustgeschäft werden kann.

Frankfurt - Am 1. Januar 2004 ist das Investmentmodernisierungsgesetz in Kraft getreten - und beschert den Anlegern eine Fülle von Veränderungen. So erlaubt es nicht nur in Deutschland bisher nicht zugelassene Anlageformen wie Hedge-Fonds, sondern krempelt auch das Steuerrecht für Investmentfonds gründlich um.

Die wichtigste Veränderung in diesem Bereich ist der Wegfall der Zwischengewinne, wie die Allgemeine Deutsche Direktbank (Diba) erklärt. Der Zwischengewinn eines Fonds zeigt an, welche Erträge dem Fonds seit der letzten Ausschüttung zugeflossen sind.

Verkauft ein Anleger seine Fondsanteile, überweist jede deutsche auszahlende Stelle - sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt - automatisch 30 Prozent des aufgelaufenen Zwischengewinns an das Finanzamt.

Fonds nicht kurz vor Ausschüttung kaufen

Um nach dem Wegfall der Zwischengewinne nicht zu viel Steuern zu zahlen, müssen Anleger künftig genau hinschauen, empfiehlt die DiBa. Wer etwa freie Mittel einen Monat lang in einem Geldmarktfonds parken will, sollte tunlichst keinen Fonds wählen, der just in diesem Zeitraum eine Ausschüttung vornimmt. Andernfalls muss der Fondsertrag des gesamten Geschäftsjahres versteuert werden.

Bei bereits ausgeschöpften Freibeträgen, die seit Januar niedriger sind (1421 Euro für Ledige, 2842 Euro für Ehepaare), und einem hohen Steuersatz entwickelt sich die vermeintlich simple Kurzfristanlage dann unter Umständen zum Verlustgeschäft.

Steuern sparen durch richtiges Timing

Dagegen fahren Anleger, die einen Geldmarkt- oder Rentenfonds direkt nach der Ausschüttung kaufen, ihn mindestens ein Jahr lang halten und unmittelbar vor der übernächsten Ausschüttung wieder verkaufen, gegenüber der alten Regelung deutlich günstiger. Weil die zwölfmonatige Spekulationsfrist bereits abgelaufen ist, bleiben die im zweiten Jahr aufgelaufenen Zinserträge komplett steuerfrei.

Beim Kauf eines Fondsanteils innerhalb des laufenden Geschäftsjahres wird der im Ausgabepreis enthaltene Zwischengewinn dem Käufer auf einem separaten Konto gutgeschrieben und bei Ausschüttung oder Verkauf auf die fällige Zinsabschlagsteuer angerechnet. Damit wird ein Anleger, der die Anteile eines Fonds erst kurz vor der Ausschüttung kauft, nicht über Gebühr zur Kasse gebeten.

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