Hamburg - Die Angst geht um in Deutschland. Die Angst vor der Inflation. Umfragen zufolge befürchtet eine Mehrheit der Bundesbürger die Rückkehr einer starken Geldentwertung.
Die Gründe für solche Sorgen liegen auf der Hand: Ausufernde Staatsschulden, milliardenschwere Rettungspakete und eine Europäische Zentralbank (EZB), die mit dem Entschluss, künftig auch Staatsanleihen kaufen zu wollen, vor wenigen Wochen in den Augen vieler ihre Unabhängigkeit auf- und den Startschuss zu schier grenzenloser Liquiditätsversorgung der Märkte gegeben hat.
Die Frage ist aber, was tun, wenn der Euro
in den kommenden Jahren tatsächlich deutlich an Binnenkaufkraft verlieren sollte? Muss schon jetzt gehandelt werden? Die Gefahr eines Vermögensverlustes ist jedenfalls nicht zu unterschätzen. Zwar hat die Preissteigerungsrate hierzulande in den vergangenen Jahren Werte von 2 bis 3 Prozent nur selten überschritten. Steigt der Wert aber, wie von vielen befürchtet, über einen längeren Zeitraum auf beispielsweise 5 Prozent oder mehr, so bedeutet dies, dass ein rein in Bargeld gehaltenes Vermögen spätestens nach zehn Jahren seinen Wert halbiert.
Wohin also mit dem Geld, wie das private Portfolio inflationssicher aufstellen? Hört man sich unter Investmentexperten um, so geben sie darauf vor allem eine Antwort: Sachwerte. Immobilien also in erster Linie, dazu bestimmte Aktien und Edelmetalle. Und, mit Abstrichen, auch Rohstoffe und inflationsgebundene Anleihen. Das, so der Tenor, seien die Kapitalanlagen, die bei Inflation vor Vermögensverlust am ehesten schützen.
Die Überlegung die dahinter steckt ist einfach. Sachwerte verfügen über eine Substanz, die unabhängig von allen Hochs und Tiefs des Marktgeschehens bestehen bleibt. Auch einer Geldentwertung müsste sie daher standhalten - so die Theorie.
Die Praxis ist aber deutlich komplizierter. Beispiel Immobilien: Wie sehr diese Anlageklasse im Falle einer Inflation vor Vermögensverlust schützt, hängt von vielen Faktoren ab. Und es ist von Objekt zu Objekt verschieden.
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