Von Arvid Kaiser
Wenn uns dann so richtig kalt geworden ist, schlägt "zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2010" das dritte U ein, "sobald die Zentralbanken anfangen, aus der Stimulierungspolitik auszusteigen". Walter legt sich sogar so weit fest, dass die US-Notenbank Federal Reserve "um Ostern" beginnen werde, die Geldmenge wieder zu reduzieren und die Zinsen zu erhöhen, und so die Konjunktur abwürgen.
Was das für Anleger heißt, ist Walter klar: "Das wird die Aktienkurse belasten." Allerdings wird wohl tatsächlich niemand bei der derzeitigen Rally von Dax
Bankökonom Walter steht zwar mit seiner Sicht relativ einsam da. Und es gibt kaum einen Grund, warum Walters Prognosen besser sein sollen als die anderer Wirtschaftsforschungsinstitute. Aber seine Kritik teilen in Teilen auch andere Experten. Janet Yellen etwa, Präsidentin der Federal Reserve von San Francisco. Sie glaubt zwar, dass "dieser Sommer wahrscheinlich das Ende der Rezession markiert". Doch er sei nur eine leichte Erholung zu erwarten, die zudem leicht von Schocks aus der Spur gebracht werden könne.
In die Sprache der ökonomischen Buchstabensuppe übersetzt: Ein "Triple-U" wäre ein Extremfall, doch auf mindestens ein "Uh-Oh" müssen sich die Anleger einstellen.
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