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18.09.2009
 

Dax-Geflüster

Das "erste U"

Von Arvid Kaiser

2. Teil: Die Notenbank und die Handbremse

Wenn uns dann so richtig kalt geworden ist, schlägt "zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2010" das dritte U ein, "sobald die Zentralbanken anfangen, aus der Stimulierungspolitik auszusteigen". Walter legt sich sogar so weit fest, dass die US-Notenbank Federal Reserve "um Ostern" beginnen werde, die Geldmenge wieder zu reduzieren und die Zinsen zu erhöhen, und so die Konjunktur abwürgen.

Dämmerung: Volkswirte befürchten spätestens im Frühjahr eine Abkühlung
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DDP

Dämmerung: Volkswirte befürchten spätestens im Frühjahr eine Abkühlung

Was das für Anleger heißt, ist Walter klar: "Das wird die Aktienkurse belasten." Allerdings wird wohl tatsächlich niemand bei der derzeitigen Rally von Dax Chart zeigen, Dow Jones Chart zeigen und Co. behaupten, ein solches "Triple-U"-Szenario spiegele sich in den Kursen wider.

Bankökonom Walter steht zwar mit seiner Sicht relativ einsam da. Und es gibt kaum einen Grund, warum Walters Prognosen besser sein sollen als die anderer Wirtschaftsforschungsinstitute. Aber seine Kritik teilen in Teilen auch andere Experten. Janet Yellen etwa, Präsidentin der Federal Reserve von San Francisco. Sie glaubt zwar, dass "dieser Sommer wahrscheinlich das Ende der Rezession markiert". Doch er sei nur eine leichte Erholung zu erwarten, die zudem leicht von Schocks aus der Spur gebracht werden könne.

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Als Hauptursache dafür, dass es überhaupt wieder vorangeht, sieht Yellen "einfach, dass wir so tief gefallen sind". Leer gefegte Lager, vor allem in der Autoindustrie, machten eine höhere Produktion notwendig, weil sonst selbst die minimale Nachfrage nicht befriedigt werden könne. "Der Hauptantrieb für Wachstum in der zweiten Jahreshälfte wird der Aufbau von Lagern sein", meint Yellen. "Der davon ausgelöste Schub wird für eine Weile eine große Hilfe sein, aber um das Wachstum zu halten, müssen wir etwas anderes finden."

In die Sprache der ökonomischen Buchstabensuppe übersetzt: Ein "Triple-U" wäre ein Extremfall, doch auf mindestens ein "Uh-Oh" müssen sich die Anleger einstellen.

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