Man zahlt dabei genau wie bei der Kapitallebensversicherung regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag ein und kann die Rente ab dem 60. Lebensjahr nutzen. Dies hat vor allem steuerliche Vorteile, denn wer sich die erst nach dem 60. Lebensjahr auszahlen lässt, muss lediglich den geringen Ertragsanteil versteuern, wohingegen die Versteuerung anderer Rentenzahlungen stufenweise auf bis zu 100 Prozent angehoben wird.
Ein wichtiger Punkt bei der privaten Rentenversicherung ist jedoch die Beitragsrückgewähr im Todesfall, denn es gibt keinen automatischen Todesfallschutz wie bei der konventionellen Kapitallebensversicherung. Eine echte Beitragsrückgewähr muss jedoch im Regelfall mit einer niedrigeren Rente erkauft werden und lohnt sich eigentlich nur in der Ansparphase, weil in der Auszahlungsphase bereits ausgezahlte Beträge von der Rückzahlungssumme abgezogen werden.
Für den Todesfall in der Auszahlungsphase erweist sich deshalb eine bestimmte Mindestrentenzeit als sinnvoll, innerhalb derer die Rente auch weiterbezahlt wird, wenn der Versicherte bereits verstorben ist. Die britische Lebensversicherung ist eine risikoreichere Variante der Kapitallebensversicherung. Der Grund dafür liegt in dem hohen Aktienanteil, den britische Lebensversicherungen in ihr Anlageportfolio einbauen.
Während deutsche Lebensversicherer maximal 35 Prozent der eingezahlten Beiträge in Aktien anlegen dürfen, haben die Anbieter britischer Lebensversicherungen keinerlei solcher Beschränkungen. Im Gegenzug werden jedoch oftmals auch keine oder nur sehr geringe Garantien abgegeben. Darüber hinaus ist eine britische Lebensversicherung oftmals mit recht hohen Verwaltungskosten verbunden, was die effektive Rendite wieder drückt.
Von Oliver Mest, ddp
© manager magazin online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH