Hamburg - Ursprünglich wurde die Lebensversicherung eingeführt, um beim Ableben des Versicherungsnehmers den Hinterbliebenen ein entsprechendes Auskommen zu gewährleisten. Im Laufe der Jahre hat sich die Funktion jedoch stark verändert, denn Lebensversicherungen werden eher als Vorsorgeinstrument genutzt. Allerdings sollte man das Produkt Lebensversicherung genau kennen, bevor man sich dafür entscheidet. Denn noch immer werden die Hälfte der Verträge vorzeitig aufgelöst - vor allem, weil Sparer die Chancen und Risiken nicht abschätzen können.
Wer sich für die Rendite einer Lebensversicherung interessiert, wird ziemlich schnell mit dem Problem kämpfen, dass es einfach viel zu viele verwirrende Begriffe gibt, die alle einen Teil der Rendite beschreiben. So wird zum Beispiel der Garantiezins ausgegeben, der von den Lebensversicherern gern auch mal als garantierte Rendite bezeichnet wird, dies aber nicht in jedem Fall auch wirklich darstellt.
Der Garantiezins wird nämlich nicht auf das gesamte eingezahlte Kapital erhoben, sondern lediglich auf den Kapitalteil, der zwar einen großen Teil der Sparsumme ausmacht, jedoch im Regelfall noch vom Risikoteil und den Verwaltungskosten begleitet wird. Der momentane Garantiezins beträgt 2,25 Prozent, was bedeutet, dass die Lebensversicherer momentan nicht mehr als diesen Zins wirklich garantieren dürfen.
Die bekannte Überschussbeteiligung ist ebenfalls eine äußerst vage Kennzahl, mit der man die Rendite einer Lebensversicherung nur sehr schwierig ausdrücken kann. Diese ergibt sich entweder aus Sterblichkeitsgewinnen, aus Zinsgewinnen oder aus Kostengewinnen und wird im Regelfall auf das Deckungskapital ausgezahlt. Da dieser Teil der Rendite nicht garantiert werden kann, kann die Überschussbeteiligung nur ein recht spekulativer Renditefaktor sein.
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