01.10.2008
Twitter GooglePlus Facebook

Schiffsbeteiligungen

Ein Milliardenmarkt gerät ins Wanken

Von Christoph Rottwilm

7. Teil: Flotte wächst um 13 Prozent pro Jahr

Flotte wächst um 13 Prozent pro Jahr

Ein Blick auf die Zahlen belegt diesen Trend: Auf der einen Seite sind die Orderbücher der Werften rund um den Globus prall gefüllt. Wird alles, was bestellt ist, auch geliefert, so wächst die derzeit bestehende Welt-Containerschiffsflotte nach Angaben von Burkhard Lemper vom Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) bis 2011 um jährlich 13 Prozent. Vor allem die großen Schiffsklassen mit Kapazitäten von 10.000 TEU und mehr bekommen enormen Zuwachs.

Immer mehr große Schiffe: Eines der weltgrößten Containerschiffe, die "Emma Maersk", in Bremerhaven
Zur Großansicht
DPA

Immer mehr große Schiffe: Eines der weltgrößten Containerschiffe, die "Emma Maersk", in Bremerhaven

"Wegen der Finanzkrise ist längst noch nicht sicher, ob sich für alle bestellten Schiffe auch eine Finanzierung findet", sagt zwar ein Hamburger Schiffsbanker zu manager-magazin.de. "Weltweit haben Banken schon jetzt Schiffsdarlehen in Höhe von rund 500 Milliarden Dollar in den Büchern. Der derzeitige Orderstand würde dazu führen, dass noch einmal bis zu 350 Milliarden Dollar dazu kommen." Kaum vorstellbar, dass das angesichts der Bankenturbulenzen ähnlich einfach gelingt, wie in der Vergangenheit, meint der Profi.

Hinzu kommt: Angesichts der hohen Ölpreise lassen die meisten Reeder ihre Containerschiffe bereits seit einigen Monaten nur noch mit halber Kraft über die Meere zuckeln. Die Schiffe sparen so nicht nur bis zu 50 Prozent Treibstoff. Die Linien müssen vielmehr auch zusätzliche Frachter einsetzen, um ihren Dienst wie bisher aufrechtzuerhalten.

Beide Effekte sowie die zu erwartende Verschrottung alter Schiffe dämpfen das künftige Angebotswachstum an Transportraum. Ob das aber ausreicht, um auf Augenhöhe mit dem schwächelnden Zuwachs der Nachfrage zu kommen, ist fraglich.

Vor allem die Entwicklung der Weltwirtschaft wurde offenbar von vielen falsch eingeschätzt. Die Prognosen verdüstern sich angesichts der nicht enden wollenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie der weiterhin hohen Rohstoffpreise zusehends. Die Folge: Zuletzt legte der Containerumschlag regelmäßig um 10 Prozent plus X pro Jahr zu. Für die kommenden Jahre gehen Experten aber inzwischen nur noch von einem Zuwachs von kaum mehr als 6,5 Prozent aus.

Viel wird es für all die großen Schiffe also nicht mehr zu bewegen geben.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Neue Kreuzfahrtschiffe
Rabattschlacht auf den Ozeanen
Neue Schiffspleiten
NordLB soll Fondsrettung blockiert haben
Erstmals seit Monaten
Zahl ungenutzter Schiffe sinkt
1200 Anleger betroffen
Frachter-Flottenfonds von HCI ist pleite

© manager magazin online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken