Auf Mindestbedingungen achten
Dabei sind sich die Experten darin einig, dass es einen großen Markt auch in Deutschland für Rückwärtshypotheken geben müsste. "Inzwischen ist jeder vierte Haushalt ohne Kinder. Gleichzeitig gibt es immer mehr Familien mit durchbrochenen Lebensläufen, also mit Zeiten, in denen nicht oder nur wenig in die Rentenversicherung eingezahlt wurde", sagt Tiffe.
Zwar gibt es derzeit schon einzelne Angebote, bei denen zum Beispiel ein privater Investor das Haus kauft und dem Rentner lebenslanges Wohnrecht bietet - oder Immobilieneigentümer können ihr Haus beleihen und dafür einen Kredit erhalten. Reinrassige Rückwärtshypotheken sind das nach Angaben von Achim Tiffe allerdings nicht. Frühestens Anfang des kommenden Jahres könnte ein erstes Produkt auf den Markt kommen.
Bevor Kunden allerdings ihre Unterschrift unter einen Vertrag setzen, sollten sie sich genau informieren, wie Verbraucherschützer Tiffe rät: "Weil es eine sehr wichtige Entscheidung ist, sollte man sich beraten lassen und auch Alternativen prüfen". So könne es im Einzelfall sinnvoller sein, andere Vermögenswerte zu Geld zu machen.
Von Sebastian Knoppik, dpa
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