Von Thomas Grüner
Käufe dank Abgeltungssteuer
Sicherlich: Im Krisenjahr 2001 dagegen setze nach einem schwachen Start zwar wiederum Ende März eine deutliche Rally ein. Allerdings hielt die nur bis zum 22. Mai 2001, dann sackte der Dax wieder ab. Aber insgesamt zeigt sich eben, dass es nicht nur Hinweise gibt, um das Jahr 2008 schon jetzt endgültig als Bärenjahr abzuhaken. Im Gegenteil:
Während an den Märkten beispielsweise über die mögliche Kreditkrise diskutiert wird, ist der Preis des Geldes - der Zinssatz - deutlich gefallen. In einer echten Kreditkrise müssten diese Zinssätze im Rahmen eines Risikoaufschlages deutlich steigen. Dennoch warten derzeit viele Anleger ab, bis sie eine Bodenbildung an den Märkten zu erkennen glauben.
Für die könnte bald sogar die Bundesregierung mit ihrer Steuergesetzgebung sorgen, wenn auch eher zufällig. Denn viele Investoren sagen uns mit Blick auf die Abgeltungsteuer, die ab dem nächsten Jahr greifen wird, einiges an frischer Liquidität langfristig und strategisch an den deutschen Aktienmärkten platzieren zu wollen. Für die Aktienmärkte bedeutet das eine große Kaufwelle, die zwar - noch - aufgeschoben, aber nicht aufgehoben sind. Durchaus überlegenswert scheint es uns deshaalb, sich bereits in der aktuellen Schwächephase Gedanken darüber zu machen, die ursprünglich womöglich für nach 2009 geplante Aktienquote bereits jetzt aufzubauen.
Der Anstoß dazu könnte in den nächsten Tagen kommen. Denn zumindest in der Vergangenheit kam es etwa Mitte März oft zu bedeutenden Trendwenden. Und es spricht vieles dafür, dass auch der März 2008 wieder ein signifikantes Tief markieren wird, der zumindest eine breite Erholung folgen sollte.
Die Märkte befinden sich zwar weiter im Aufruhr, die Mauer der Angst ist hoch. Doch als Kontraindikator ist das gar nicht so schlecht: Nur in solch einem negativen Umfeld gibt es überhaupt Trendwenden nach oben.
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